Dienstag, Januar 21, 2020
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Elke Schiebl bloggt: Faszienierend

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Faszienierend

Wenn ihr was Neues lesen wollt, dann müsst ihr auf die zweite Seite klicken (und versäumt meine Intention, den Leuten mitzuteilen, was in meinem Kopf vorgeht, in der Annahme, dass die Leute es wissen wollen J).

Manchmal wird man gerettet. Manchmal rettet man sich selbst. Manchmal retten eine/n andere. Im ersten Jahr Triathlon bestritt ich 3 Bewerbe, da gab es noch nichts zu retten. Im 2. Jahr – 2014 – schon 17 Bewerbe, da merkte ich schon, dass mir ein wichtiger Bestandteil des Triathlontrainings fehlte: Stabiübungen. Und da rettete mich Günther mit seiner sportboXX.

Das war eine Box mit den 33 besten Stabiübungen und sie waren von niemandem geringeren als G.Matzinger kreiert worden. Seinen früheren Trainer hatte ich oft sagen hören, „über die Stabi-Übungen wirst du, Elke, früher oder später nicht hinwegkommen“, doch wer hört schon darauf? Wichtig waren Schwimmen, Laufen und Radfahren für mich. Ich fing also an, seine sportboXX Übungen: Stabi- und auch Dehnungsübungen gewissenhaft zu machen.

Dann kam das Jahr 2015 und wieder 17 Bewerbe, zum ersten Mal auch Mitteldistanzen. Schon nach den ersten Duathlons zu Beginn der Saison – sie fanden mit nur einer Woche Abstand statt – hatte ich Oberschenkelschmerzen zum Quadrat. „Auf die Rolle“, schrieb unser damaliger Trainer – Triathlon-Nationaltrainer in der Südstadt – doch was meinte er mit „auf die Rolle“? – nein, gewiss nicht, das eingespannte Fahrrad, sondern die Black roll, deren Erfinder mittlerweile wahrscheinlich Milliardär geworden ist.

Diese Faszienrolle rettete und rettet noch immer mein Leben, unter der Voraussetzung Triathlon = Leben. Ich erinnere mich noch an das erste Mal, als ich vor unserer Konferenz in der Mittagspause auf der Black roll im Schulgarten herumrollte und mich nach jedem Rollen mit einem Haribo belohnen musste. Inzwischen haben wir 9 Rollen in allen möglichen Variationen von €4 bis ca. €29.99 zu Hause – mit Mustern, mit Stacheln, Bälle, halbe Bälle, Reisefaszienrollen etc.

In den Triathlonsaisonen 2018 und 2019 bekam ich seit Juni dann ständig Knöchel- und Archillessehnenprobleme. Während ich 2018 dies als Tibialis posterior betitelte und so stehen ließ (es verging gottseidank wieder im darauffolgenden Winter), kamen diese Archillessehnenprobleme im heurigen Jahr verstärkt zurück (auch ab Juni ca.).

Jetzt, ein halbes Jahr später, machte Laufen keinen Spaß mehr. Gottseidank schlafe ich nach Elternsprechtagen oder sonstigen Familienereignissen schlecht und googelte am Handy zum x-ten Mal „Archillessehnenschmerzen“. Einen Fersensporn hatte ich mittels Röntgen Ende Oktober ausgeschlossen. Und siehe da, da stieß ich auf eine watscheneinfache Übung, aber extra-extra-extra effizient: die Zehen spreizen und in die Hocke gehen und sich dann bei gespreizten Zehen + gespreizter Fußsohle nach hinten setzen, sodass die Plantearfaszie (die eigentlich eine Sehne ist) gedehnt wird. Eigentlich hatte uns der Trainer dieselbe Übung eh schon gezeigt gehabt, aber da war wahrscheinlich meine Verzweiflung noch nicht groß genug, als dass ich sie gezielt und wiederholter Male gemacht hätte. Nach viermaligem Ausführen der Übung konnte ich endlich wieder schmerzfrei laufen.

Eigentlich hätte der Blog auch Elkes Aha-Erlebnisse heißen können: seit 2 Jahren wunderte ich mich, dass ich nur mehr alleine laufen gehen konnte, weil meine Herzfrequenz absolut nicht mehr mit der meines Mannes zusammenpasste und ich sonst beim gemeinsamen Laufen in einem falschen Trainingsbereich laufen würde. Gut, seine Lauflaktattest sind auch immer besser als meine. Dann hatte ich vor kurzem dieses Aha-Erlebnis. Ich verwende seit Jahren eine englische Kaffeemaschine, wofür ich wie zu Großmutters Zeiten sogar die Bohnen händisch frisch mahle. Nur, dass ich das als anstrengend empfinde und bei der Kaffeemenge für 2 Tassen schon bald wieder fertig bin – und siehe da, plötzlich passen unsere Herzschläge läuferisch wieder viel besser zusammen – ich laufe mit 10-15 Schlägen weniger bei den „Morgenläufen – nüchtern“ – trotz des moderaten Kaffeegenusses. Mein Ziel ist es, mich bis zu den Wettkämpfen von Kaffee ganz zu entwöhnen, um ihn dann bei den Wettkämpfen gezielt als Boost einzusetzen. (Berndis Tipp!)

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Stefan Leitner
Stefan Leitnerhttps://www.trinews.at
Stefan Leitner ist Herausgeber der Zeitschrift Trinews. Als aktiver Age Group Triathlet konnte er sich mehrmals für den IRONMAN Hawaii qualifizieren und internationale Medaillen in seiner Altersklasse gewinnen. Als Inhaber der Sport und Event Agentur Leitner organisiert Stefan Leitner mit seinem Team die ALOHA SPORT Events. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Sport und Event Agentur Leitner.
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