Nach dem Schwimmen konnte Lisa Perterer mit ihrer Gruppe bereits auf der ersten von fünf Radrunden den Rückstand auf die Führenden schließen. In einer 20-köpfigen Gruppe, in der die Kärntnerin trotz Krämpfen immer wieder vorne für hohes Tempo sorgte, ging es in die zweite Wechselzone. Wie auf einer Perlschnur aufgefädelt ging es dann den ersten von fünf Kilometern raus auf die Laufstrecke. In einer Laufentscheidung siegte letztendlich die Schwedin Tilda Mansson. Perterer landete auf dem sehr guten 12. Platz - verpasste die Top 10 nur um sieben Sekunden. Für die zweite Österreicherin, Tanja Stroschneider, war eine gute Position leider bereits nach dem Schwimmen schwierig.
"Wer mich kennt, weiß, dass 15 Grad und Regen nicht unbedingt meine Verhältnisse sind. Umso mehr freut es mich, dass ich nun auch mit diesen Bedingungen gut zurechtgekommen bin. Ein kleiner Krampf im Oberschenkel, den ich ab der Radstrecke einfach nicht losgeworden bin, hat eine Top 5 Platzierung zwar verhindert, aber ich habe heute gespürt, dass ich bereits in guter Form bin. Ich freue mich auf den Weltcup in Chengdu, das WTCS Rennen in Yokohama und ganz besonders auf die Rennen in Huatulco und Cagliari, die den Olympischen Spielen in Paris aufgrund der Temperaturen am nähesten kommen werden", so Perterer, die ihre vierte erfolgreiche Qualifikation bei Olympischen Spielen anpeilt.
Sprintdistanz (750m Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Laufen)
1. Tilda Mansson (SWE), 1:00:39h
2. Maria Carolina Velasquez Soto (COL), 1:00:40h
3. Ainsley Thorpe (NZL), 1:00:40h
Demuth erneut mit guter Leistung
Des einen Leid, des anderen Freud, wie es so schön heißt. Während Lisa Perterer mit derartigen Bedingungen nicht so leicht zu recht kommt, freute sich bei den Herren Martin Demuth darüber: "Es war Extremist windig und schnell mit etwas Regen - genau meine Verhältnisse!" Der Niederösterreicher stieg als Zweiter aus dem Wasser und absolvierte die 20 Radkilometer in einer 10-köpfigen Gruppe. Die Verfolgergruppe mit den beiden weiteren Österreichern Tjebbe Kaindl und Leon Pauger konnte die Lücke nicht zufahren. Im Gegenteil! Die Führungsgruppe ging mit rund 30 Sekunden Vorsprung auf die Laufstrecke. Dort ließ der AUS Willian nichts anbrennen und siegte souverän. Demuth landete mit seinem zweitbesten Weltcupergebnis abermals in den Top 20 (16. Platz). Pauger überquerte die Ziellinie auf Rang 21 und Kaindl musste das Rennen frühzeitig beenden.
"Ein Top-Schwimmen, ein guter Radpart und wahrscheinlich mein bester Lauf bisher", so resümiert Demuth sein heutiges Rennen und darf sich auf gute Punkte für die Olympia-Qualifikation freuen, die noch bis 27. Mai andauert. Morgen geht es für den Niederösterreicher direkt ins Höhentrainingslager in die Sierra Nevada für die Vorbereitung auf den Weltcup in Huatulco (MEX) am 18./19. Mai 2024.
Sprintdistanz (750m Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Laufen)
1. Luke Willian (AUS), 52:51min
2. Jamie Riddle (RSA), 53:14min
3. Diego Moya (CHI), 53:14min