Elke Schiebl beim ALOHA TRI Traun 2020
Elke Schiebl bloggt

ALOHA TRI Traun: In die Wechselzone hinter dem Polizeiauto, ins Ziel mit dem Besenwagerl

Freitag, der 13. Nein, nicht Freitag, aber Sonntag, der 13. Gerade sehe ich mir die Austria Triathlon Statistik an. Wow, 110% im Radfahren hinter der Tagesschnellsten. Aber wie schafft man das? Schwimmen war noch schwer okay und Radfahren fühlte sich auch gut an, bis ich von der Nummer 74, einer Frau, beim letzten Kreisverkehr überholt wurde und sie die erste Ausfahrt nahm. Ich hörte sie aber „Falsch, falsch!“ rufen, dann drehte sie um (in diesem Augenblick überholte ich sie zurück) und sie hörte ich mit dem Polizisten sprechen. Wild entschlossen, ihr davonfahren zu können, hatte ich sie im Kreisverkehr passiert und mich leider nach der (olympischen) Beschilderung am Boden orientiert. In der Annahme, dass Nummer 74 falsch gefahren sei und ich jetzt einen zeitlichen Vorsprung hatte, trat ich wie wild in die Pedale. Dass die Nummer 74 nochmals umdrehte und ein zweites Mal die erste Ausfahrt nahm, merkte ich nicht. Kopf runter und reintreten. Ich glaubte zu dem Zeitpunkt ja, dass sie mir dicht auf den Fersen sei, blickte mich aber nicht um, zu dämlich. Bei Kilometer 30 ca. war mir schon ziemlich klar, dass ich falsch gefahren war. Ein Autofahrer schickte mich einfach weiter und – natürlich sah ich noch Polizisten, die noch immer an den Ecken standen. Etwas mehr als 8km dauerte dann meine Fahrt zurück, wobei ich ein Polizeiauto nach dem Weg fragte, mit dessen Geleit ich dann in die Wechselzone fuhr. Dort sahen mich alle mit großen Augen an und ich genierte mich, vor allem, da ich die letzte Laufrunde mit dem Besenwagerl bestreiten musste. Die 2 waren aber sehr nett und ich plauderte beim Laufen mit ihnen, weil mir meine Laufzeit eh schon wurscht war. Ein kleiner Trost war, weil sie mir erzählten, dass sie sonst bei dem letzten Finisher einen km-Schnitt um 2 min langsamer gewöhnt sind. Auf diesen 5km verschwieg ich denen, die mich auf der Laufstrecke beklatschten, die Wahrheit nicht, dass ich versehentlich 38,6km gefahren sei. Irgendwie war die neue Erfahrung, einmal letzte zu werden, ganz interessant. Und das Ziel hatten sie ja gottseidank noch nicht abgebaut. Obwohl…. Beim Überqueren der Ziellinie genierte ich mich dann doch wieder…Also, an meinem Endergebnis hatte meine 38,6km Rad Fleißaufgabe keine Auswirkungen, die Damen vor mir wären heute nicht zu biegen gewesen. Der Fehler mit dem Verfahren lag einzig und allein bei mir. Man könnte ja eine Art Orientierungssinn haben und sich erinnern, dass man an diesem Kreisverkehr eben dort- und dort rauskam und dort wieder rein muss. Als ich ins Ziel lief, sah mir mein Mann beim Rad-Checkout zu und der Helfer der Crew neben ihm lachte und sagte zu ihm, „Ja, die ist 38km gefahren!“ Mein Mann: „Ja, kenn ich, meine Frau. Das kommt bei ihr öfters vor!“ Zum Glück aber das erste Mal gravierend bei einem Triathlon!

Gestern war mir noch zum Heulen, heute kann ich schon darüber lachen. Ich sehe das Hoppala als Training für meinen letzten olympischen Triathlon nächste Woche. Und falls dieser wegen Covid-Restriktionen entfallen muss, habe ich mein Radpensum heute schon geleistet (bei 151 Durchschnittswatt). Und danke, Marisa und Stefan Leitner für diese tolle Veranstaltung. Radsplit total ausgekostet!

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Elke Schiebl bloggt: Ein Rookie beim Ausee Triathlon
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