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    Home - Triathlon Szene Österreich - Gomez kämpft um seinen fünften Weltmeisterschaftstitel
    Triathlon Szene Österreich 5 Mins Read

    Gomez kämpft um seinen fünften Weltmeisterschaftstitel

    Stefan LeitnerBy Stefan Leitner16. September 2015Keine Kommentare
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    Stefan Leitner | trinews.at
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    Spannend, äusserst spannend ist der Kampf der Herren um den Weltmeisterschaftstitel. Nur 530 Punkte trennen die besten vier Athleten im Weltmeisterschaftsranking. Im letzten Wettkampf der Weltmeisterschaftswoche in Chicago werden sich die Spanier Javier Gomez und Mario Mola sowie der Franzose Vincent Luis und der Südafrikaner Richard Murry den Weltmeisterschaftstitel ausmachen.

    Solo zur Fünf?

    Javier Gomez kann der erste Athlet werden, der fünf Weltmeisterschaftstitel über die Olympische Distanz gewinnt. Im letzten Jahr schloss er mit dem dritten Platz beim Grand Final in Edmonton und seinem vierten Weltmeisterschaftstitel zu Simon Lessing auf. Nun trennen den smarten Spanier noch 51,5 Kilometer von seinem fünften Weltmeisterschaftstitel. Gomez kann schwimmen. Er kann Rad fahren und er kann Laufen. In sieben der acht Bewerbe, in denen Gomez in der World Triathlon Serie am Start stand konnte er vom Podium strahlen. Mit seinen drei Mitstreitern kann es allerdings ein harter Kampf um den fünften Titel werden.

    Neue Stars am Triathlonhimmel

    Nachdem die beiden Brownlee Brüder mit Verletzungsproblemen auf einen großteil der Wettkämpfe verzichten mussten, nutzten zahlreiche junge Athleten die Chance, sich in das Rampenlicht zu kämpfen. Der Franzose Vincent Luis ist einer jener Athleten, ebenso der Spanier Fernando Alarza. Luis kann – wie Javier Gomez – schwimmen, Rad fahren und laufen und bringt einen beachtlichen Speed auf die Laufstrecke. Mit dieser Laufstärke hat er in vier der fünf Bewerbe, in denen Luis am Start war, am Podest gefinisht.

    Alarza stand heuer erst einmal auf dem Podest. Bringt aber die nötige Stärke mit, um das Podest und den Kampf um den Sieg zu beeinflussen. Nicht zu unterschätzen sind auch Aaron Royle aus Australien und Joao Pereira aus Portugal die beide in der zweiten Saisonhälfte aufzeigen konnten.

    Der Mola / Murray Faktor

    Mario Mola und Richard Murray haben in den letzten Jahren bereits mit den ersten Plätzen geliebäugelt. Mario Mola hat im letzten Jahr bereits Rang 2 in der Weltmeisterschaftswertung belegt und liegt auch jetzt, vor dem alles entscheidenden Bewerb auf Rang 2. Richard Murray kommt auf Rang 4 liegend zum Grand Final nach Chicago. Sucht man nach Schwächen der beiden Topathleten, findet man diese im Schwimmen. So verpasste im letzten Jahr Richard Murray den Sprung in die Führungsgruppe nach dem Schwimmen. Der technische Radkurs kommt dem starken Radfahrer allerdings entgegeben. Kommen die beiden mit einer großen Gruppe gemeinsam mit Javier Gomez und Vincent Luis in die zweite Wechselzone, ist alles für den großen Showdown angerichtet. Beide zeigten starke Aufholjagten aus Verfolgergruppen und zählen zu den schnellsten Läufern im Weltcup.

    Die Rückkehr des Brownlee

    Jonathan Brownlee startete furios in die Saison mit zwei Siegen in Auckland und Gold Coast. Verletzte sich allerdings im Anschluss an seine Erfolge und so musste der Olympia Bronzemedaillengewinner die zweite Saisonhälfte aussetzen. Um den Weltmeisterschaftstitel kann Jonathan Brownlee nicht mehr mitkämpfen, sehr wohl aber um den Sieg beim Grand Final in Chicago. Und wer Jonathan Brownlee kennt, der weiss, dass der Brite nur dann am Start steht, wenn er an seine Siegchancen glaubt. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass bisher nur Jonathan Brownlee, Alistair Brownlee und Javier Gomez ein Grand Final gewannen, zählt er zu den heissen Eisen

    Olympiaqualifikationspunkte für Österreicher als Ziel

    Für Luis Knabl und Lukas Hollaus geht es beim Grand Final vorwiegend um Punkte für das Olympiaranking. Fast wöchentlich duelliert sich Österreich bei den Herren mit einigen Ländern um einen zweiten Startplatz im Herrenbewerb bei den Olympischen Spielen in Rio im nächsten Jahr. Dazu müssen in den verbleibenden möglichen Bewerben noch zahlreiche Punkte gesammelt werden, um zwei Athleten nach Rio schicken zu können. Einen großen Schritt in diese Richtung würden starke Leistungen in Chicago sein.

    Luis Knabl geht mit Startnummer 53 in den Bewerb. Er hatte eine eher durchwachsene Saison und konnte sich kontenuirlich steigern. Den Auftakt machte er mit Rang 44 beim World Triathlon Serie Bewerb in Yokohama. Danach folgte Rang 26 Ende Mai in London. Über die Sprintdistanz in Hamburg lief es mit Rang 46 nicht nach Plan. Doch Rang 38 beim Rio Testevent in Rio de Janeiro und Rang 20 beim World Triathlon Serie Bewerb in Stockholm zeigen eine positive Tendenz, die Knabl hoffentlich in Chicago fortsetzen kann.

    Mit Startnummer 57 geht Lukas Hollaus an den Start. Der Zell am See“er hat heuer zwei DNF bei den Weltcupbewerben in Huatulco und Tiszaujvaros zu Buche stehen. Mit Rang 28 bei den Europameisterschaften und Rang 25 beim World Triathlon Serie Bewerb über die Sprintdistanz in Hamburg, sowie Rang 34 in Edmonton allerdings auch gute Ergebnisse, die wertvolle Punkte für Österreich sicherten. Kann er seine Serie an starken Leistungen fortsetzen, schiebt er sich an, bester Österreich im Weltmeisterschaftsranking zu werden.

    Der Bewerb der Herren startet am Sonntag, 20 September um 00:00 Uhr unserer Zeit.

     

    Weltmeisterschafts Ranking

    Position Vorname Nachname Land Punkte
    1. Javier Gomez Noya ESP 3820
    2. Mario Mola ESP 3595
    3. Vincent Luis FRA 3543
    4. Richard Murray RSA 3290
    5. Fernando Alarza ESP 2961
    6. Ryan Bailie AUS 2601
    7. Henri Schoeman RSA 2518
    8. Joao Pereira POR 2344
    9. Alistair Brownlee GBR 2340
    10. Vicente Hernandez ESP 2321
    61. Alois Knabl AUT 640
    67. Lukas Hollaus AUT 515
    71. Thomas Springer AUT 500
    ITU World Triathlon Serie javier gomez Luis Knabl Lukas Hollaus
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    Stefan Leitner
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    Stefan Leitner ist Herausgeber der Zeitschrift Trinews. Als aktiver Age Group Triathlet konnte er sich mehrmals für den IRONMAN Hawaii qualifizieren und internationale Medaillen in seiner Altersklasse gewinnen. Als Inhaber der Sport und Event Agentur Leitner organisiert Stefan Leitner mit seinem Team die ALOHA SPORT Events. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Sport und Event Agentur Leitner.

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