Triathlon Matte
Trainingtipps Wintertriathlon

Ab auf die Loipe …

Mit dem richtigen Material – als Österreicher kommt man dabei nicht darum herum, sich bei den gelb/grünen Damen und Herren von FISCHER SPORTS umzusehen – unter den Füssen macht der Langlauf gleich viel mehr Spaß. Durch das passende Material verlängert sich die Gleitphase und die Geschwindigkeit steigt bei sinkendem Kraftaufwand. Wie auch im Triathlon ist das Material nicht alles – die richtige Portion Training gehört natürlich auch dazu. Im heutigen Teil beschäftigen wir uns allerdings mit dem Material und stellen passende Pakete aus dem Hause FISCHER SPORTS vor.

Skating
Der RCS Carbonlite Skating Hole Ski sorgt nicht nur im Weltcup für Siege, sondern auch für ordentlich Schub auf den zahlreichen Loipenkilometern abseits des Weltcups. Bei diesem Ski handelt es sich um einen Lochski, der ein geringeres Gewicht mit sich bringt. Das Loch befindet sich dabei in der Spitze des Skis. So kommt der Ski bei einer Länge von 187 cm auf ein Gewicht von 980 Gramm.

 

Dazu passend werden für Damen und Herren die RCS Carbonline Skating Schuhe empfohlen. Neu ist seit heuer auch ein eigenes Damenmodell, welches für die weibliche Anatomie gemeinsam mit Weltcup Athletinnen entwickelt wurde. Zum Einsatz kommt bei Fischer die NNN Xcelerator Skate Bindung, die zahlreiche individuelle Möglichkeiten zum Feintuning bietet.

Als Stock empfiehlt Fischer den RCS Carbonlite QF. Der Stock ist aus Carbon gefertigt und wiegt etwa 155 Gramm. Das Reißverschluss-System ermöglicht einen schnellen Ein- und Ausstieg bei gleichbleibend perfekter Passform.

Klassik
Auch im Klassikbereich bietet Fischer mit dem RCS Carbonlite Classic ein Topprodukt mit Weltcuperprobung. Das Gewicht ist auch hier minimiert. Allgemein gilt: Je niedriger das Gewicht, desto niedriger der Kraftaufwand und Energieverlust beim Ausgleichen der Pendelbewegung und desto besser die Kraftübertragung direkt auf die Loipe.

 

Auch beim Schuh gibt es mit dem RCS Carbonlite Classic und RCS Carbonlite Classic Woman zwei Modelle, die den Skatingschuhen sehr ähnlich sind, allerdings auf die Funktionalität beim klassischen Langlaufen optimiert wurde.
Bei den Skistöcken kann auf die Skatingstöcke RCS Carbonlite QF zurückgegriffen werden, allerdings ist die Stocklänge beim klassischen Skilanglauf länger wie im Skating Stil.

Wie es sich für gutes Material gehört, gehört auch der Langlaufski gepflegt. Die Zeiten, in denen es ganze Teams aus Serviceleuten für die ordentliche Präparation der Ski benötigt, sind glücklicherweise vorbei. Auf den nächsten Seiten erklären wir euch die grundlegenden Arbeitsschritte zur Skipräparation.

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Die Wachsempfehlungen von FISCHER SPORTS kommen aus dem Spitzensport, sind aber auch im Hobbysport ratsam.
Die gewissenhafte Pflege und Präparation schafft die Voraussetzung für optimales Laufverhalten und Langlebigkeit der Langlaufskier. Klingt komplex – ist es aber nicht 😉

Arbeitsgrundlagen & Vorbereitung
Je nach Anforderung können die Grundlagen und die Vorbereitung stark variieren. Der ambitionierte Langläufer und der rennsportorientierte Athlet stellen höchste Ansprüche an das Material, was auch heißt, dass der Ski Best möglichst vorbereitet und gepflegt sein muss. Dazu ist eine umfangreiche Ausstattung notwendig. Im Wachskoffer sollten folgende Materialien nicht fehlen:

  • Fibertex 
  • Verschiedene Gleitwachse
  • Bügeleisen 
  • Plexi- & Stahlklingen
  • Strukturhobel 
  • Belagsbürsten
  • Schleifpapier 
  • Schneethermometer
  • Wachskork 
  • Wachsentferner
  • Verschiedene Steigwachse
  • (Klister & Trockenwachse)

 

Bei der Präparation sollte man auf ausreichende Beleuchtung achten und den Ski in einer stabilen Einspannvorrichtung (Wachsbock) festmachen. Der Raum in dem Sie die Ski vorbereiten sollte einerseits Zimmertemperatur haben, andererseits aber auch gut belüftet sein.
Der Freizeitlangläufer wird ohne diese Vollausstattung auskommen. Wenn die Ansprüche an die Präparation nicht so hoch sind, kann man den Ski kurz vor der Aktivität ohne viel Aufwand mit Flüssigwachs behandeln. Dies führt zwar nicht zu überragenden Gleiteigenschaften, ist jedoch für die Skipflege durchaus ausreichend.

Präparation Gleitzonen

Achten Sie darauf, dass der behandelte Ski Zimmertemperatur hat, da ein kalter Ski das Wachs nicht so gut aufnehmen kann.

  • Um beste Präparationsergebnisse zu erzielen, ist gutes Licht und eine stabile Einspannvorrichtung unerlässlich.
  • Vorbehandlung des Belages: Mehrmaliges Abziehen mit Fibertexmaterial in Laufrichtung. Dadurch werden die feinen Belagshaare (entstanden beim Steinschliff) entfernt und die Wachsaufnahme optimiert.
  • Reinigung der Lauffläche: Schmutz, Staub und Wachsreste können mit im Sportfachhandel erhältlichen Reinigungsmitteln aus dem Belag entfernt werden. Achtung: Vor der weiteren Behandlung müssen die Ski gut ablüften (mind. 15 min im Freien). Alternativ empfiehlt sich das heiße Auswachsen (Einbügeln und sofort folgendes Abziehen von weichem Gleitwachs).
  • Auftragen von Gleitwachs: Mit einem Wachsbügeleisen wird das Gleitwachs aufgebracht.

  • Einbügeln von Gleitwachs: Die Temperatureinstellung liegt je nach Wachshärte zwischen 110° und 130° C. Das Bügeleisen wird gleichmäßig in Laufrichtung über die Lauffläche geführt. Achtung: Nicht vorwärts rückwärts bügeln oder auf einer Stelle verharren (Überhitzungsgefahr!). Bei Classic- bzw. Crownski darf kein Gleitwachs in die Steigzone gelangen.
  • Nach dem Abkühlen (10 – 15 Min.) erfolgt das Entfernen des Wachses aus der Mittelrille mit Hilfe des Rillenhobels bzw. der Wachsspachtel.
  • Abziehen des Gleitwachses mit einer scharfen Plexiklinge unter gleichmäßigem, leichtem Druck in Laufrichtung. Die Arbeitsschritte 04 bis 08 müssen zur optimalen Belagssättigung (im Sinne der Erstpräparation) für einen Plus Ski mit einem weichen Wachs und für einen Cold Ski mit einem harten Wachs zwischen 3 und 6 mal durchgeführt werden.

  • Ausbürsten der Lauffläche mit einer Nylon- oder Kombibürste in Laufrichtung. Die Struktur des Belages muss für beste Gleitergebnisse unbedingt komplett und restlos ausgebürstet werden (mind. 3 x Ausführen). Wenn der Ski fertig präpariert ist, lassen Sie ihn bei Zimmertemperatur abkühlen. Am besten über Nacht zumindest aber 45 Minuten. Wird der warme Ski kalten Temperaturen ausgesetzt, tritt das Wachs aus dem Belag und die ganze Arbeit war umsonst.
  • Prewaxed
    Die Topmodelle der Race Linie bei FISCHER SPORTS werden „Prewaxed“ ausgeliefert.

    Vor dem ersten Einsatz der Ski müssen diese vorbereitet werden:

    Basisversion:
    Nach Entfernen des „Prewaxed“-Aufklebers werden vor dem ersten Einsatz die Schritte 06 bis 08 durchgeführt.

    Profiversion:
    Nach Entfernen des „Prewaxed“-Aufklebers werden vor dem ersten Einsatz die Ski noch einmal mit LF7 (für Cold Modelle) bzw. LF8 (für alle anderen Modelle) eingelassen, wie in den Schritten 04 und 05 beschrieben.

    Anschließend lässt man die Ski für 15 Minuten auskühlen. Danach wird ohne zusätzliches Aufbringen von Wachs das Einbügeln (Schritt 05) noch einmal wiederholt, um eine noch bessere Belagssättigung zu erreichen. Anschließend lässt man die Ski erneut für 15 Minuten auskühlen und bearbeitet sie dann weiter, wie in der Basisversion mit den Schritten 06 bis 08 beschrieben.

    Einsommern/Versiegeln
    Um den Skibelag über die Sommerzeit vor Oxidation, Verschmutzung und Beschädigung zu schützen, sollte er nach dem letzten Einsatz zuerst gereinigt (siehe Arbeitsschritt Nr. 03) und anschließend mit weichem Gleitwachs versiegelt werden (Nr. 04+05 einbügeln und nicht abziehen). Die Skier sollten über den Sommer waagrecht und bei gleicher Temperatur gelagert werden. Diese Versiegelung ist auch bei längeren Pausen während der Saison und bei Transporten zum Schutz der Belagsstruktur sinnvoll.

    Das richtige Material und Tipps&Tricks vom Fachmann gibt es hier. Abschliessend bleibt nur eines zu sagen – „Ab auf die Loipe!“

     

    Schlagworte
Ekoi

Stefan Leitner

Stefan Leitner hat sich sein Leben lang dem Sport verschrieben - in aktiver wie in passiver Funktion. Als aktiver Age Group Triathlet konnte er sich mehrmals für den IRONMAN Hawaii qualifizieren und internationale Medaillen in seiner Altersklasse gewinnen. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Sport und Event Agentur Leitner.
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