Triathlon bei Freunden - die Königsdorfer Triathlonbewerbe 1
Triathlon Szene Österreich

Triathlon bei Freunden – die Königsdorfer Triathlonbewerbe

750 Einwohner zählt die Gemeinde Königsdorf im Burgenland. Grosse Unternehmen oder Hotels findet man dort keine, dafür einen Verein, der ehrenamtlich Triathlonbewerbe unter dem Motto “Triathlon bei Freunden, einfach gemütlich” austragt. Und genau das ist es auch, was den Bewerb ausmacht. Wer einen hochgradig perfekt organisierten Wettkampf erwartet, ist in Königsdorf fehl am Platz. Es zählt die Gemütlichkeit, und das familiere Ambiente.

 
Am Samstag wurden die Top Starter persönlich im Startareal vorgestellt und zu einem Interview auch die Couch gebeten. Am Sonntag fanden danach die Bewerbe über die Mitteldistanz und Langdistanz statt.
 
Den Sieg über die Langdistanz holte sich Herbert Gruber in 08:35 Stunden vor Milan Rovensky in 08:56 Stunden und Richard Tromayer in 09:39 Stunden.
 
Über die Mitteldistanz sieget Leonhard Summerer knapp vor Johannes Polak und Roman Thürauer. Polak hatte auf der Radstrecke bereits einen Vorsprung von über 3 Minuten herausfahren können, ehe er beim Laufen den heissen Temperaturen Tribut zollen musste und sich noch knapp  Bei den Damen ging der Sieg an Simona Vykoukalova vor Nicole Hover und Imgard Querfeld.
 
Die Stimmung in Königsdorf trübte lediglich ein Kampfrichter. Der Präsident des burgenländischen Triathlonverbandes agierte als Kampfrichter einmal mehr ziemlich unglücklich und viel durch Kleinlichkeiten und Geltungsdrang negativ auf. Nicht das erste mal im Burgenland, wenn man Athleten, Kampfrichter Kollgen und Veranstalter befragt.
 
Gefährlichste Aktion des Wettkampfrichters: Bei einer Geschwindigkeit von über 40 km/h fängt dieser ohne Vorankündigung an der Rückennummer eines Athleten zu “fummeln” an und teilt danach willkürlich Zeitstrafen beim Radfahren aus, die selbst unter anderen anwesenden Kampfrichterkollegen nur für Kopfschütteln sorgten.
 
So schreibt weiters die auf Rang zwei ins Ziel laufende Dame, Kamila Polak auf ihrer Internetseite:
 
Eigentlich ein wunderschöner, heimischer Triathlon. Wäre da nicht ein burgenländischer, älterer Wettkampfrichter, der stolz drauf ist, Athleten zu bestrafen. Der auf Biegen und Brechen die Regeln wie bei einer Weltmeisterschaft oder Olympischen Spielen umsetzen will, deren er selbst nicht mächtig ist. Er rühmt sich damit, Athleten auch seinen eigenen Verein zu bestrafen.
Desweiteren trifft er Entscheidungen, die in keinem Regelwerk verankert sind, sondern auf Sympathie – Asympathie beruhen.
Auf der 90 Kilometer Radstrecke fuhr ich fair und hielt zu meinen Vordermännern 10m Abstand. Aufgrund zwei misslungener Überholversuche (an Männern) wurde mir beim Radfahren eine 6-minütige Zeitstrafe verhängt.
Ich suchte nach der Wechselzone die Penaltybox. Auf die Anfrage, wo diese sei, schüttelten die Leute den Kopf. Die Penatlybox war weder in der Ausschreibung noch bei der Wettkampfbesprechung erklärt und definiert worden. So lief ich auf die Laufstrecke.
Der genannte Wettkampfrichter fuhr mit seinem Fahrrad auf der Laufstrecke, ermahnte die Athleten die Startnummer nach vorne zu drehen, die Zippverschlüsse bei den Oberteilen zuzumachen, und die Becher bei der Labestation nicht wegzuwerfen, sondern ordnungsgemäß auf den Tisch hinzustellen (die Athleten wurden somit zum Stehenbleiben angehalten, wenn sie trinken wollten). Ganz wesentliche Punkte natürlich, bei so einem Hitzerennen…
Auf der Laufstrecke fragte mich dieser jener Wettkampfrichter, warum ich meine Strafe nicht abgesessen bin. „Ich habe keine Penaltybox gefunden, auch nicht auf Nachfragen bei den Offiziellen….“, nach einem Wortwechsel wurde meine Strafe durch den Wettkampfrichter auf 10 Minuten verlängert.
Im Zielbereich warteten wir auf die Siegerehrung, denn auch trotz einer 10minütigen Penalty hätte ich Platz zwei belegt und meine Altersklasse vor einer burgenländischen Athletin gewonnen.
Um 16:15 wurde durchgesagt, die Ergebnisliste sei nun offiziell und Einsprüche können deponiert und besprochen werden. Ich stand in der offiziellen Liste – also kein Grund für einen Protest. Wir vergewisserten uns nochmals bei der Zeitnehmung und bei den Offiziellen.
Bei der Siegerehrung wurde plötzlich eine andere Liste verwendet, in der ich nicht mehr drinnen war. Ich wurde disqualifiziert. Ein Protest wurde durch diese Aktion verhindert. Auf die Anfrage, „weshalb?“ hat der genannte Schiedsrichter keine konkrete Aussage gemacht.
Wir wollten eine Stellungnahme, welche dieser Wettkampfrichter ablehnte.

Blog von Kamila Polak: http://www.davidova.at/

 
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