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Triathlon Szene Österreich

Spirig krönt sich mit GOLD!

Pünktlich um 09:00 Uhr Ortszeit  starteten 55 Damen im Londoner Hydepark beim Olympischen Triathlon in London 2012. 2 Jahre der intensiven Qualifikation und Vorbereitung liegen hinter den Athleten.

Aufgrund der kühlen Temperaturen durften die Damen mit Neoprenanzug schwimmen. Die Wassertemperatur lag knapp unter 20 Grad bei 19,8 Grad Celsius. Bereits nach wenigen hundert Metern setzte sich eine kleine Gruppe bei enormem Tempo ab. Lucy Hall aus Großbritannien bestimmte zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit der Brasilianerin Oliveira das Tempo an der Spitze. An der Spitze ein Trio, dahinter vier Verfolgerinnen die versuchten, nach vorne zu kommen und dahinter das große Feld. Aber im Trio war man sich nicht ganz über die Schwimmrichtung einig. Auf den letzten Metern konnte sich Hall von ihren Verfolgerinnen etwas absetzen. Nach 18:17 Minuten stieg Lucy Hall als Führende aus dem Wasser. Dahinter Jensen aus Dänemark, die Japanerin Adachi und Oliveira. Die Favoritinnen kamen mit knapp einer Minuten Rückstand aus dem Wasser. Lisa Perterer hatte bereits einen Rückstand von 2 Minuten und kam als 52 alleine aus dem Wasser. Ihr Rückstand auf die Athletinnen davor bereits 25 Sekunden. 20:17 Minuten benötigte sie für die 1.500 Meter.

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Auf dem Rad bestimmte auf den ersten Kilometer eine kleine Gruppe von 6 Athletinnen das Tempo. Im großen Verfolgerfeld herrschte Anfangs keine Einigkeit darüber, wer die Nachführarbeit leisten sollte. In der Spitzengruppe kam die Brasilianerin Oliveira zu Sturz. Glück hatte die Britin Hall, die knapp der Stürzenden Brasilianerin ausweichen konnte. Bennett, Adachi, Jensen, Rivas und Hall bildeten das Spitzenquintett, wobei Hall kaum Führungsarbeit leistet. Sie wartet auf die große Britische Hoffnung Hellen Jenkins.. Die Verfolger hatten den Rückstand nach einer von sieben Runden bereits auf 27 Sekunden verkleinert. Die gestürzte Oliveira konnte das Rennen im Hauptfeld fortsetzen. Nach einer Runde beträgt der Rückstand von Lisa Perterer bereits über 2:50 Minuten. Sie liegt zu diesem Zeitpunkt auf Rang 53, die Athletinnen hinter ihr schlie&szlszlig;en schön langsam auf. Die Australierin Emma Moffat aus Australien ist bereits nach einer Runde ausgestiegen. Die Hoffnungen der Australierinnen liegen zu diesem Zeitpunkt auf Emma Jackson und Erin Densham. In der zweiten Runde kam Polin Czesnik, Tremblay (CAN) und weitere Athletinnen an der gleichen Runde wie Oliveira in Runde eins zu Sturz. Der Strassenbelag war in dieser Kurve besonders rutschig. Auch sie konnten das Rennen fortsetzen. Die Polen hatten übrigens im Vergleich zu Österreich zwei Athleten am Start. An der Spitze kam es nach zwei Runden zum großen Zusammenschluss. 22 Athletinnen bestimmten an der Spitze das Tempo. Ab nun bestimmte die Teamtaktik der großen Triathlonnationen das Geschehen am Rad. Zahlreiche Athletinnen versuchten das Tempo hoch zu halten. Immer wieder Handzeichen, die anderen Athletinnen dazu bewegen sollten, auch Führungsarbeit zu übernehmen. Unrhythmisch danach der weitere Rennverlauf. Zwischenzeitliche Tempoverschärfungen folgten „Rollphasen“. Nach drei Runden starte die Deutsche Bazlen eine Tempoverschärfung. Lucy Hall schloss gleich auf – eine starke Leistung der Britin, die als Edelhelferin von Helen Jenkins vorgesehen ist. Sie trainierte in den letzten Wochen bereits ausschliesslich die beiden ersten Disziplinen. Lisa Perterer liegt nach 3 Runden auf Rang 50 in einer kleinen vier – Damen Gruppe und verliert weiter. Eine Runde später beträgt der Rückstand bereits 4:30 Minuten und wächst weiter an. Teilweise erinnerte die zweite Disziplin an eine Sight Seeing Tour durch London auf dem Rad. Richtig spannend wird es erst auf den abschließenden 10 Kilometern. Die meisten Favoriten sind in der weiterhin 22 Damen starken Spitzengruppe vertreten.

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Als erste Dame kommt die Deutsche Anja Dittmer aus der zweiten Wechselzone. Die Deutsche war bisher bei allen Olympischen Spielen vertreten. Dahinter Lisa Norden. Bereits nach wenigen Metern hat Lucy Hall zu kämpfen. An der Spitze übernimmt Helen Jenkins das Kommando. Bis zu diesem Zeitpunkt perfekte Teamarbeit der Briten. Spirig, Jenkins, Dittmer, Densham – alle Favoritinnen zeigen sich auf den ersten Kilometern an der Spitze. Die Spitzengruppe ist von 22 Damen auf 9 Damen geschrumpft. Die neun Damen an der Spitze nach einer Runde sind: Densham, Jenkins, Spirig, Norden, Murua, Groff Hewitt, Jackson. Jackson aus Australien ist die erste, die reissen lassen muss. Sarah Groff (USA) ist die nächste, die den Anschluss verliert. Das Ausscheidungsrennen ist voll im Gange. Murua aus Spanien bekommt auch Probleme. An der Spitze sind nur mehr 5 Damen, die das Tempo hoch halten. Die Kanadiern Paula Findlay lässt sich auf der Laufstrecke von ihrem Trainer trösten. Bereits nach dem Schwimmen hatte sie einen großen Rückstand, den sie auf dem Rad nicht wegmachen konnte. Nach einer kurzen Pause nahm sie den Bewerb aber wieder auf. Densham, Norden, Spirig, Jenkins und Hewitt sind noch in der Spitzengruppe verblieben. Hewitt ist die nächste mit Problemen und muss die vier Damen an der Spitze ziehen lassen. Vier Damen nach etwa 6 Kilometern, die um drei Medaillen kämpfen. Während Hewitt platzt, kämpft Groff in konstantem Abstand um den Anschluss und liegt nun auf Rang 5 schon vor Hewitt. Groff’s Abstand vor der letzten Runde beträgt nur 2 Sekunden – und die Amerikanerin schaut noch gut aus und konnte den Kontakt zur Spitze wieder herstellen. Somit kämpfen 5 Athletinnen auf den letzten 2,5 Kilometern um Gold. Auf dem letzten Kilometer geht Groff vorbei auf Rang 2. Jenkins kämpft nun um den Anschluss.  Der Abstand beträgt bereits ein paar Meter. Im Paarlauf laufen nun Groff, Norden, Densham und Spirig um den Sieg. Keine der Damen sucht eine vorzeitige Entscheidung – es läuft alles auf einen Sprint hinaus. Spirig versucht mit ein paar schnellen Schritten einen kleinen Abstand zu gewinnen, schafft es aber nicht. Spirig zieht den Sprint als erste Dame an. Groff muss reichten lassen, die Medaillen scheinen vergeben zu sein. Spirig oder Norden – wer gewinnt? SPIRIG UND NORDEN – beide mit der gleichen Zeit! Spirig wird allerdings auf Rang 1 gereiht vor Lisa Norden und Erica Densham. Die Zeit von Spirig und Norden war 1:59:48 Stunden.

Lisa Perterer konnte auch beim Lauf nicht mit den Damen aus ihrer Radgruppe mithalten. Perterer kam mit 09:24 Minuten Rückstand auf Rang 48 ins Ziel.

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Ekoi

Stefan Leitner

Stefan Leitner hat sich sein Leben lang dem Sport verschrieben - in aktiver wie in passiver Funktion. Als aktiver Age Group Triathlet konnte er sich mehrmals für den IRONMAN Hawaii qualifizieren und internationale Medaillen in seiner Altersklasse gewinnen. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Sport und Event Agentur Leitner.

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