Aus dem Leben eines Hawaii Rookies III 1
Triathlon Szene Österreich

Aus dem Leben eines Hawaii Rookies III

So gering meine Erwartungen waren, so groß ist jetzt meine Freude über das Ergebnis.
9:50:30 beim ersten Antreten auf Hawaii hätte ich mich nicht einmal zu träumen gewagt! Zu lang und anstrengend war die Saison und zu schwer ist das Rennen auf Big Island.

Wie ist es nun dazu gekommen? Vor dem Start war ich sehr angespannt, was sich dann im Wasser schnell gelegt hat. Ich bin voller Respekt auf der Seite und etwas weiter hinten gestartet. So konnte ich mich zwar den erwarteten Prügeleien im Wasser weitgehend entziehen, jedoch auch manchmal ein etwas schnelleres Tempo nicht schwimmen. Das Schwimmen war meistens sogar eine Freude. Ich dachte mir immer, dass es ein Wahnsinn ist, dass ich da unter den besten Triathleten mitschwimmen darf und dass es den Rest des Tages nicht mehr so angenehm kühl sein wird. Als ich dann in der Wechselzone meine Zeit von 1:07 gesehen war, wurde die Motivation fürs Radfahren noch größer. Auf der Radstrecke war dann am Anfang extrem viel los, erst nach ca. 20 km hat sich das aufgelöst und ich hab dann sehr gut in meinem Rythmus gefunden. Bin km 120 hatte ich sogar einen Schnitt von rd. 37 km/h, doch dann wurde der Gegenwind viel stärker und ich musste nachgeben. Außerdem verlor ich Luftdruck im Hinterrad, was ich aber (zum Glück?) erst beim Check-Out meines Rades bemerkte. Mit den 5:09 am Rad wurde mir dann klar, dass sich bei einem soliden Lauf sogar die 10 Stunden ausgehen könnten. Dafür bedurfte es “nur” einen km Schnitt von rd. 5 min. Fokussiert und konzentriert bin ich dann jeden km knapp unter 5 min gelaufen und habe mich nicht auf Tempoverschärfungen anderer Athleten eingelassen. Dieses Tempo ist mir bis km 25 relativ leicht gefallen, dann wurde es hart. In Summe konnte ich mit der Marathonzeit von 3:25 deutlich unter der Gesamtzeit von 10 Stunden bleiben. Anzumerken bleibt jedoch schon, dass die äußeren Bedingungen gestern optimal waren, was hier wohl nur ganz selten vorkommt: wenig Strömung und Wellen beim Schwimmen, meist wenig Wind auf der Radstrecke und eine erträgliche Temperatur beim Laufen.

Der IRONMAN Hawaii war für mich ein ganz besonderes Erlebnis und die Eindrücke werden mir immer in Erinnerung bleiben. Das harte Training hat sich ausgezahlt. Danke an alle, die mich auf dem Weg dorthin begleitet, unterstützt und motiviert haben, allen voran Istriabike.com für die tollen Trainingsbedingungen, Cocoon für das Wettkampfoutfit und Natural Power für die super Verpflegung im Training und Wettkampf.

Gratulation auch an die anderen Österreicher zu den großartigen Ergebnissen!

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