Triathlon Szene Österreich

Vabrousek und Zelenka siegen bei Schlammschlacht auf der Donauinsel

Der Sprint – Triathlon Bewerb am Vormittag auf der Wiener Donauinsel wurde vom Veranstalter kurzerhand als Duathlon ausgetragen. “Aufgrund des warmen Wassers und der kalten Aussentemperatur haben wir uns aus gesundheitlichen Gründen dazu entschieden, den Fun Bewerb als Duathlon auszutragen, ” so die Veranstalter. Eine Entscheidung, die bei zahlreichen Athleten Unverständnis hervorrief, von einigen aber auch gut geheissen wurde. Tatsächlich hatte zu diesem Zeitpunkt die Donau etwa 20 Grad. Die Aussentemperatur betrug hingegen gerade mal 10 Grad. Zusätzlich regnete es noch und der Wind blies.

 
Der Duathlon wurde über die Distanzen von 2,5 km Lauf – 22,5 km Rad und nochmals 5 km Lauf ausgetragen. Gestartet wurde in mehreren Wellen. Den Sieg bei den Herren holte sich Nikolaus Wihlidal vor Christoph Kullnig und Daniel Pernold. Bei den Damen siegte Cornelia Kumera.
 
Die Wettkampfrichter dürften sich bereits zu diesem Wettkampf wärmeren Gefielden aufgehalten haben. Nicht nur auf der Wettkampfstrecke waren sie nicht anzutreffen, auch in der Wechselzone fehlten Kampfrichten die die Einhaltung der Regeln kontrollierten. Beim Triathlonbewerb in Obergrafendorf wurde noch darauf geachtet, dass der Helm korrekterweise erst nach dem Abstellen des Rades am Wechselplatz geöffnet wurde. Auf der Donauinsel kamen einige Athleten bereits mit geöffnetem Riemen und Helm in der Hand am Wechselplatz an.
 
Spannend verlief auch der Bewerb über die Mitteldistanz, bei welchem geschwommen werden konnte. Die Aussentemperatur hatte sich um einige wenige Grade erhöht. Auf dem Rad fuhr Georg Swoboda ein einsames Rennen an der Spitze und kam mit etwa vier Minuten Vorsprung in die zweite Wechselzone. Verfolgt von einer Gruppe rund um Robert Lang, Michael Szymoniuk und Andi Fuchs.
 
Nach wenigen Kilometern auf der Laufstrecke musste Swoboda den Wettkampf verletzungsbedingt beenden. Ein Muskelfasereinriss im Oberschenkel machte ein Weiterlaufen unmöglich. Ab diesem Zeitpunkt duellierten sich Vabrousek und Robert Lang an der Spitze. Ein Schulter an Schulter finish zeichnete sich bereits ab. Erst auf den letzten beiden Kilometern konnte sich Vabrousek von Lang etwas absetzen und siegte mit 16 Sekunden Vorsprung vor Robert Lang und Michael Szymoniuk. Andreas Fuchs belegte Rang 6.
 
Bei den Damen siegte überlegen Bettina Zelenka vor der Deutschen Katrin Puth. Zelenka drückte dem Bewerb bereits beim Schwimmen ihren Stempel auf und stieg als Führende aus dem Wasser. Auf dem Rad konnte sie ihren Vorsprung weiter ausbauen. Beim abschliessenden Lauf schaltete sie einen Gang zurück und feierte ihren nächsten Sieg in der heurigen noch jungen Saison.
 
update 08.06.2011: Zu unserer Kritik an den Kampfrichtern nimmt der Chefkampfrichter wie folgt Stellung:
 
Als Chefkampfrichter der Veranstaltungen auf der Donauinsel vom 28. Mai 2011 nehme ich folgendermaßen Stellung zu den Vorwürfen hinsichtlich der Tätigkeit der Kampfrichter:
Während des ganzen Tages waren von ca. 8 Uhr morgens bis 17 Uhr abends 15 Kampfrichterinnen und Kampfrichter bzw. Kampfrichteranwärterinnen und Kampfrichter (in Folge KR) trotz widrigster Bedingungen im Dauereinsatz.

Bedingt durch die vorherrschenden Wetterbedingungen war die überwiegende Anzahl der KR auf der Radstrecke unterwegs wo nicht nur auf die Einhaltung des Reglements (bspw. Verhängung von Zeitstrafen) sondern auch auf die Sicherheit und die Versorgung der Athletinnen bzw. Athleten geachtet wurde. Diesbezüglich wurden gestürzte oder mit Defekt an den Fahrrädern ausgeschiedene Athletinnen und Athleten in die Wechselzone zurückgebracht.
Dem Vorwurf das Athleten und Athletinnen den Helm in der Wechselzone frühzeitig ohne Folgen abgenommen haben kann entgegnet werden, dass eine Kampfrichterin bzw. ein Kampfrichter unverzüglich eingesetzt wurde, der auf die Einhaltung des entsprechenden Passus im Reglement achtete.

Auch auf der Laufstrecke wurden Verwarnungen bspw. wegen unerlaubter Hilfeleistung in Form von Verpflegungsübergabe ausgesprochen.

Zum Abschluss möchte ich auf diesem Weg den KR für Ihren Einsatz Danken. Denn alle waren bei einem umgelegten Stundenlohn von wenigen € unermüdlich im Einsatz.

Zusätzlich lade ich gerne jeden Interessenten ein die Kampfrichterausbildung zu machen um danach bei den Triathlonveranstaltungen die Tätigkeit des KR auszuüben. Dazu ist einerseits viel Idealismus und andererseits Einsatz von Ressourcen (finanzieller und zeitlicher Art) Bedingung. Bei Interesse genügt eine Meldung an den jeweiligen Landesverband (zu finden unter: http://www.triathlon-austria.at/de/menu_main/links/linkfolder-oetrv-landesverbaende) und der zuständige Funktionär wird sich melden um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.
 
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