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Polar V800 im Test

Packen wir die Polar V800 aus

Edel verpackt kommt die Polar V800 in zwei möglichen Ausführungen. Einmal mit und einmal ohne Pulsgurt. Bereits beim Auspacken sticht das Design der Uhr ins Auge. Es hebt sich deutlich von der Konkurrenz ab und lässt sich auch zu einem Anzug hübsch tragen. Das Display ist im Vergleich zu den bisherigen Polar Sportuhren deutlich schärfer und klarer. Die Polar V800 ist deutlich dünner und schmäler wie die aktuellen Modelle der Konkurrenz. Auffallend ist auch die neue Position für den Ladestecker. Musste man bisher immer eine Ladeklemme über das Display stecken, positioniert Polar diese im erweiterten Armband. So wird zum einen das Display geschont und zum anderen sitzt der Stecker fest – es gibt kein Wackeln und Ruckeln.

In der Verpackung befindet sich neben der Uhr noch das USB Ladekabel und je nach Modell auch ein Brustgurt. Auffallend am Brustgurt ist das blaue Bluetooth Smart Logo. Der mitgelieferte Pulsmesser H7 kommuniziert mit der V800 über Bluetooth Smart. Und hier vollzog Polar einen Schwenk um mehr als 180 Grad, setzte man doch bisher als einziger Anbieter auf den proprietären „W.I.N.D“ Funkstandard für die Kommunikation.

Auf der rechten Seite der Uhr befinden sich drei Druckknöpfe. Zwei für das Blättern auf Seiten und der „Start“ Knopf. Auf der linken Seite befinden sich ein Druckknopf für die Hintergrundbeleuchtung und der „zurück“ Knopf, der die Aufzeichnung stoppt.

Die Inbetriebnahme

Noch vor der Inbetriebnahme bittet Polar die Kunden, ein Firmware Update einzuspielen. Der Funktionsumfang der Uhr wird laufend und in kurzen Zyklen erweitert. Für das Update muss man die Uhr mit dem USB Ladekabel am Computer anschließen. Mittels „Flowsync“  aktualisiert sich die Software auf der Uhr. Unser Testmodell stand vor dem Updaten nur in der Sprache „Englisch“ zur Verfügung. Als einzige Sportart war „Laufen“ möglich. Nach dem Update konnten wir zwischen weiteren Sprachen wählen und hatten die Auswahl an unzähligen Sportarten. Auf der Uhr können bis zu 20 verschiedene Sportarten gespeichert werden. Darunter die für uns Triathleten essenziellen Sportarten „Schwimmen“, „Radfahren“ und „Laufen“, sowie bereits vordefiniert „Triathlon“. Die Konfiguration der am Display angezeigten Daten je Sportart kann ebenfalls im Onlineportal von Polar vorgenommen werden. Maximal vier verschiedene Informationsfelder werden auf dem Display dargestellt. Man kann sich unterschiedliche Displays einrichten, um alle Informationen darzustellen.

Im selbsterklärenden Menü wählt man nun die gewünschte Sportart mit den „Blätter“ Tasten. Hat man die gewünschte Sportart gefunden, wird sofort die aktuelle GPS Position ermittelt. Die Polvar V800 verwendet die „SiRF Instant Fix“ Technologie zur schnelleren Ortung. Die GPS Position wird dabei bis zu drei Tage gespeichert. Wird das GPS Signal innerhalb der nächsten 3 Tage von der gleichen Position aus gesucht, wird es innerhalb weniger Sekunden gespeichert. Mit einem Klick auf den roten Start Knopf auf der rechten Seite der Uhr wird die Trainingseinheit gestartet.

Während dem Lauf kann mit den „Blättern“ Knöpfen zwischen den einzelnen Anzeigedisplays gewechselt werden. Um die Trainingseinheit zu beenden, muss der rechte untere „Back“ Knopf für drei Sekunden gedrückt werden.

Erstaunlich genau war die Höhenmessung während dem Lauf. Die Teststrecke – eine Wendepunktstrecke – wies die gleichen positiven wie negativen Höhenmeter auf. Das hat bisher noch keine Sportuhr so korrekt angezeigt.

Im Radmodus stehen grundsätzlich die gleichen Funktionen zur Verfügung wie im Laufmodus. Einziger Unterschied ist die Anzeige der Geschwindigkeit, während beim Laufen die Pace angezeigt wird.

Die Synchronisation mit dem Trainingstagebuch

Wer jetzt sein Smartphone mit Bluetooth Smart Unterstützung (fast alle aktuellen Smartphone Modelle) bei der Hand hat, kann die Daten sofort in sein Trainingstagebuch speichern. Eine Übersicht über alle Modelle bietet Ploar hier an. Hierzu wird App „Polar Flow“ benötigt. Diese steht unter iOS wie auch unter Android zur Verfügung. Eine genaue Auswertung der Einheit ist sowohl auf der Uhr selbst, wie auch in der App und im Internetportal möglich.

Schwimmmodus

Mit dem letzten Update erhielt die Polar V800 auch ein Softwareupdate für das „Bahnenschwimmen“. Dieses kann über die Weboberfläche auf die Uhr synchronisiert werden und steht danach zur Verfügung. Die Schwimmbahnlänge kann unter den Einstellungen der Sportprofile direkt auf der Uhr vor dem Training eingestellt werden.

Neben der Aufzeichnung der Distanz misst die Polar V800 auch die Anzahl der Armzüge und automatisch den Schwimmstil.

Bei unserem Test im 25m und im 50m Pool konnte die neue Funktion überzeugen. Die Distanz wurde jedes mal fehlerfrei gemessen. Einzig das Delphin Schwimmen hat die Uhr nicht korrekt erkannt – das kann aber auch durchaus an meinen Delphin Künsten im Wasser liegen …

Aktiviert man zum Schwimmen im freien Gewässer die GPS Funktionalität erhält man derzeit noch ein teilweise sehr abweichendes Bild der Schwimmstrecke. Dies liegt daran, dass die Polar V800 softwareseitig derzeit noch nicht auf Freiwasserschwimmen ausgelegt ist. Taucht man mit der Hand unter Wasser verliert das GPS Signal den Satellitenkontakt, und über Wasser versucht er diesen wieder herzustellen. Die Konkurrenz hat die gleichen Herausforderungen, errechnet hier allerdings mit einem Algorithmus die mögliche Position umso eine genauere Schwimmmessung zu bekommen. Diese Funktion will Polar aber mit einem der nächsten Softwareupdates bereinigen.

Zusätzliche Funktionen

Zusätzlich zu den wohl am meist genutzten Funktionen obenstehend bietet die Polar V800 auch einen Akitvitätstracker an. Die prognostizierten Ergebnissen dürfen allerdings von ambitionierten Hobbysportlern durchaus kritisch hinterfragt werden und sollen nicht als Dogma gelten.

Weiters bietet die Polar V800 auch rudimentäre Navigationsmöglichkeiten an. Diese sollen bis Frühling 2015 noch ausgebaucht werden. Aktuell kann man sich zu einem beliebigen Startpunkt navigieren lassen. Dies ist vor allem für Athleten sinnvoll, die gerne abseits der Strassen unterwegs sind und das eine oder andere mal Proleme mit der Orientierung  haben. Ebenso ist es möglich, zuvor gespeicherte Routen nachzufahren.

Toll auch für Athleten der Vibrationsalarm. Dieser kann individuell konfiguriert werden und gibt über die Vibration der Uhr Rückmeldung an den Athleten. Bei unserem Lauftest mit automatischer Rundennahme alle 1.000 m war die Vibration deutlich zu spüren. Wenn wir gerade beim Thema „automatische Rundennahme“ sind: Die automatischen Runden können ebenfalls online konfiguriert werden und werden getrennt von manuell gestoppten Runden gespeichert. Auch hier ist Polar Teilen der Konkurrenz wieder voraus.

Akkudauer

Bei einer normalen Benutzung der Uhr ohne Training hält die Batterie 30 Tage, bevor sie wieder erneut geladen werden muss. Bei GPS Aufzeichnungen gibt es zwei unterschiedliche Modi, welche sich deutlich auf die Batterielebenszeit auswirken. Im „Normalen Modus“ wird die GPS Position jede Sekunde gespeichert. In diesem Zustand soll die Batterie 13 Stunden halten, ehe sie erneut geladen werden muss. Im „Powersave Modus“ wird die GPS Position nur jede Minute gespeichert. Die Batterie hält dafür 50 Stunden. Erheblich verlängern kann man die Batterie Lebensdauer in beiden Modi, wenn man Bluetooth Smart deaktiviert, beispielsweise, wenn man keinen Herzfrequenzsensor benutz. In diesem Fall kann im normalen Modus die Batterielebenszeit auf über 16 Stunden ausgedehnt werden.

Versteckte kleine Features für das einfachere Leben

Fein bei der Polar V800 sind die kleinen verstecken Features, die das Leben um so viel einfacher machen. Zur Synchronisation der Daten reicht im normalen Uhrenmodus das längere Drücken des „Back“ Knopfes. Hält man diesen gedrückt, versucht die Polar V800 die Trainingseinheiten und Einstellungen der Uhr mit dem Trainingstagebuch zu synchronisieren.

Auch das Antippen des Bildschirmes oder das Berühren der Uhr mit dem Brustgurt kann in bestimmten Einstellungen unterschiedliche Aktionen auslösen.

Für Fragen zur Bedienung stehen wir natürlich gerne zur Verfügung. Bitte hierfür die Kommentarfunktion des Forums oder Facebook verwenden. Vielen Dank!

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Stefan Leitner

Stefan Leitner hat sich sein Leben lang dem Sport verschrieben - in aktiver wie in passiver Funktion. Als aktiver Age Group Triathlet konnte er sich mehrmals für den IRONMAN Hawaii qualifizieren und internationale Medaillen in seiner Altersklasse gewinnen. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Sport und Event Agentur Leitner.

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