Triathlon Szene Österreich

Favoritensterben in London bei den Damen

Doch beginnen wir bei den Favoritinnen. Der Spruch “Einen Triathlon gewinnt man nicht im Wasser, aber man kann ihn verlieren,” bewahrheitete sich leider für die Deutsche Anne Haug. Bei äusserst britischen Bedingungen verlor sie bereits im Wasser zu viel Zeit auf ihre Konkurentinnen, und nahm sich selbst aus dem Rennen um den Weltmeisterschaftstitel. Haug beendete den Wettkampf schlussendlichnauf Rang 35 mit 5 Minuten Rückstand auf die Siegerin.

Für die zweite Favoritin Gwen Jorgensen aus den Staaten schaute es hingegen besser aus. Die Britin Stanford erhielt nach einem nicht korrekten Wechsel (der Neoprenanzug lag nicht korrekt in der Box) einen 15 Sekunden Penalty. Alles schien angerichtet für Jorgensen, in Gedanken wohl schon bei der Siegesfeier kam es zum Drama. Auf rutschiger Fahrpan rutschte Jorgensen in einem unachtsamen Moment aus musste den Bewerb vorzeitig beenden.

Nun lag es an Stanford, den Titel nach Hause zu bringen, und schaffte dies mit einem Sieg im Finale. Selbst der Penalty konnte sie nicht vom Sieg abhalten. Die Britin ist nach Alistair Brownlee erst die zweite Person, die nach dem U23 Weltmeisterschaftstitel im folgen Jahr den Elite Weltmeisterschaftstitel gewinnen konnte.

Pech hatte auch Lisa Perterer. Bereits das Wetter sprach nicht für Lisa Perterer. Auf dem Rad positionierte sich Perterer in der ersten Verfolgergruppe, doch diese musste sie leider zum Schluss ziehen lassen. Ein platter Reifen verhinderte eine bessere Radleistung. Mit einem ambitionierten Lauf belegte sie noch Rang 38. Glücklicherweise wird die Weltmeisterschaft nicht mehr in einem Bewerb ausgetragen und so belegte Perterer dank ihrer tollen Ergebnisse bei den anderen Bewerben in der Weltmeisterschaftswertung Rang 27.

Perterer nach dem Bewerb selbstkritisch: “Es war einfach nicht mein Tag. Es ging schief was nur schief gehen konnte. Nach einer ganz guten ersten Schwimmrunde, fing es schon mit den ersten Problemen . Ich spürte meine Hände und Füße überhaupt nicht mehr. Bei ca 10grad Außentemperatur und 16 Grad kaltem Wasser kann das schon mal passieren Nachdem ich große Probleme beim Ausziehen des Neoprenanzugs hatte, verpasste ich dann knapp, aber doch, die erste große Gruppe. Zum krönenden Abschluss hatte ich dann in der letzten Radrunde noch einen Platten und kämpfte mich dann die letzten Kilometer irgendwie in die Wechselzone. Bei diesen Temperaturen war für mich leider nicht mehr viel möglich, nach vorne Zeit gut zumachen. Ich beendete das Rennen mit einem 38.Platz. In der WM Gesamtwertung hat es schlussendlich “nur” für Platz 27 gereicht. Ich habe mein gestecktes Saisonziel ( top 20 Gesamtwertung) leider nicht erreicht,habe aber wieder einiges dazugelernt:) 

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