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Triathlon Szene Österreich

Verrückte, alles Verrückte

Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt: “Whoever finishes first, we“ll call him the IRONMAN.“ Was als verrückte Idee einer kleinen Gruppe von Athleten auf der Vulkaninsel Hawaii begann, ist längst ein globales Sport-Phänomen geworden. Mehr als drei Jahrzehnte nach der Premiere 1978 gilt IRONMAN als Inbegriff einer ganzen Sportart: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen müssen die Athleten alleine und ohne Hilfe von außen überwinden. Der letzte Schritt über die Ziellinie entschädigt aber für alles und ist ein sportlicher Ritterschlag: „You are an IRONMAN – du bist ein IRONMAN.“ Es ist ein Titel, den man nicht kaufen kann und aus Teilnehmern werden mit diesem letzten Schritt Mitglieder einer exklusiven Gemeinschaft von einzigartigen Athleten.

Ein Rennen macht die Runde
Auch der IRONMAN Austria hat seine Gründungslegende. 124 Athleten standen 1998 am Start, das Testat der Medien und der wenigen Zuschauer war eindeutig: „Verrückte, einfach nur Verrückte.“ Den Gründern Stefan Petschnig, Helge Lorenz  und Georg Hochegger schwante bereits: „Das erste Mal könnte auch das letzte Mal sein.“ Die Athleten waren allerdings anderer Meinung und die Nachricht von einem Wettkampf mit wunderbarer Streckenführung in einer der schönsten Landschaften Europas machte in der noch kleinen Triathlon-Szene schnell die Runde. Ein Jahr später durfte sich der als „Trimania“ aus der Taufe gehobene Bewerb bereits „IRONMAN Austria“ nennen. Der Rest ist Geschichte: Mit 3000 angemeldeten Athleten gehört der IRONMAN Austria 2013 zu den größten Triathlon-Veranstaltungen der Welt.

Der fünffache IRONMAN-Teilnehmer Landeshauptmann Peter Kaiser, stellte bei der offiziellen Pressekonferenz zum Auftakt fest: „Kärnten gehört zum IRONMAN und der IRONMAN gehört zu Kärnten. Die Bevölkerung identifiziert sich mit diesem Bewerb und seinen Athleten. So etwas überträgt sich natürlich auch auf die Sportler. Tourismus und Wirtschaft profitieren davon immens.“

Charity-Glocke
Mit einer besonderen Partnerschaft ist in diesem Jahr die IRONMAN Austria-Charity-Glocke im Landhaushof verbunden, denn erstmals arbeiten PHA Europe und IRONMAN Austria zusammen. Wofür steht PHA Europe? Pulmonale Hypertonie ist eine seltene, lebensbedrohliche Lungenkrankheit, die für die Betroffenen mit schwerwiegenden physischen Einschränkungen einhergeht. Selbst alltägliche Aufgaben oder wenige Schritte werden für die betroffenen Menschen zu großen Herausforderungen – sie sind sprichwörtlich „atemlos“. PHA Europe ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in Wien, die als Dachorganisation die Interessen von 28 nationalen Patienten-Organisationen aus 24 europäischen Ländern vertritt. Alle Athleten können mithelfen, denn die Partner von PHA Europe belohnen jedes Glockenläuten mit einem Euro.

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Stefan Leitner

Stefan Leitner hat sich sein Leben lang dem Sport verschrieben - in aktiver wie in passiver Funktion. Als aktiver Age Group Triathlet konnte er sich mehrmals für den IRONMAN Hawaii qualifizieren und internationale Medaillen in seiner Altersklasse gewinnen. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Sport und Event Agentur Leitner.

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