Saisonrückblick Teil II: Juli bis Dezember 2011

Der Juli 2011 begann gleich mit einem heimischen Highlight – der IRONMAN Austria stand vor der Türe.  Und es sollte ein kurzer IRONMAN für Marino Vanhoenacker werden. Der „Lieblingsbelgier der Österreicher“ pulverisierte die 15 Jahre alte Weltbestzeit und holte sich neben dem Titel den Weltrekord in 07:45:59 Stunden.  In 08:43:35 Stunden siegte die Amerikanerin Mary Beth Ellis bei ihrem ersten IRONMAN Bewerb – auch das war eine Premiere. Michi Weiss legt die bis dahin schnellste Zeit eines Österreichers auf den Asphalt und kommt nach 07:57:40 Stunden über die Ziellinie.

Eine weitere Premiere folgte eine Woche später mit dem Linzer Steeltownman. Dem Ruf der Stahlstadt folgten an die 400 Athleten und sorgten für Gänsehautstimmung am Linzer Pichlingersee – die Neuauflage steigt 2012! Der Mostiman in Amstetten geht an Franz Höfer, der heuer eine nationale Siegesserie hinlegt und von Bewerb zu Bewerb reist um Siegerschecks abzuholen. In Gmunden feiern beim Comeback Christian Birngruber und Daniela Rechberger die Tagessiege.

Gegen Michael Weiss laufen zu diesem Zeitpunkt (seit November 2010) bereits Vorerhebung der NADA. Weiss soll vor seiner aktiven Triathlonkarriere Kunde bei Humanplasma gewesen sein, und dort sein Blut nicht nur gespendet haben. Die NADA vertagt eine Entscheidung auf einen späteren Zeitpunkt – nach den IRONMAN Hawaii im Oktober.

In Kanada sorgt Lisa Perterer für eine große Überraschung. Die Kärntnerin belegt beim Weltcupbewerb in Edmonton den ausgezeichneten dritten Rang und bestätigte ihre Talentprobe. Den Triathlon Europacup der Junioren in Tabor (Tschechien) gewinnt Luis Knabl.

Normann Stadler, eigentlich der Star der Challenge Walchsee muss sich einer Herzoperation unterziehen und beendet seine Karriere als Spitzensportler. Zwei Rennaufgaben zu einem früheren Zeitpunkt in der Saison haben ihm vermutlich auch das Leben gerettet.

Carina Wasle holt sich bei der Cross Triathlon EM in Ungarn die Bronzemedaille.
Die Mitteldistanz Staatsmeister Titel gehen an Franz Höfer und Simone Fürnkranz.

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Bei einer Hitzeschlacht im August in Krems und am Mondsee holt sich Franz Höfer den nächsten Siegerscheck.  Wie bereits bei den Mitteldistanz Staatsmeisterschaften in Trum geht der Titel an Simone Fürnkranz. Höfer siegt danach auch noch beim Waldviertler Eisenmann. Den Powerman in Weyer dominierte der Belgier Joerie Vansteelant. Den Staatsmeistertitel auf der Duathlon Langdistanz holte sich Karl Prungraber. Im Crosstriathlon gingen die Staatsmeistertitel an Simone Steinecker und Christian Birngruber.

Die Langdistanz Staatsmeistertitel gingen in Podersdorf an Andreas Fuchs und Monika Stadlmann. Für Fuchs war es bereits der dritte Titel in Folge.

Das Jahr der Eva Wutti wird wohl mit dem IRONMAN 70.3 Vize-Europameistertitel gekrönt. In Wiesbaden holte sich Wutti mit einer starken Performance den Titel. Nach der Belastungsasthma Diagnose hat sich Max Renko beim Embrunman, einem der härtesten Langdistanzbewerbe zurück gemeldet. Er belegte in einem stark besetzten Feld den ausgezeichneten 5. Gesamtrang und unterstrich einmal mehr, dass bei vollkommener Gesundheit immer mit ihm zu rechnen ist.
In London muss Andreas Giglmayr beim World Championship Bewerb im Vorolympiajahr nach einem Radsturz den Bewerb vorzeitig beenden. Lisa Perterer belegte in Ungarn beim Weltcupbewerb Rang 13.

Ebenfalls im August musste sich Lisa Hütthaler für ihre Dopingvergangenheit vor Gericht verantworten und wurde für 18 Monate gesperrt. Einem umfangreichen Geständnis folgte eine Strafminderung durch die NADA.
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Im September holte Martin Falch bei den Paratriathlon Weltmeisterschaften über die Olympische Distanz die Bronzemedaille. Bei den IRONMAN 70.3 Weltmeisterschaften belegte Michi Weiss Rang 4 in der Pro Wertung. Daniel Niederreiter wurde als bester Altersklassen Athlet Gesamtelfter. Eine PRO Lizenz kommt für ihn allerdings nach wie vor nicht in Betracht.

Beim IRONMAN in Wisconsin kommt Ernst Moser als einziger Österreicher auf Rang 4. Beim tristar in Split siegt Andi Fuchs vor Philipp Podsiedlik. Dominik Berger kommt beim IRONMAN 70.3 in Frankreich auf Rang 14.

Triangle wird für den Diebstahl von Rädern beim IRONMAN Austria 2009 zu Schadensersatz verpflichtet. Für über  11.000 € müssen die Veranstalter zusätzlich aufkommen. Hobbytriathlet Andreas Zoubek wird wegen Weitergabe von Dopingmitteln zu einer Geldstrafe verurteilt.
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Der Oktober steht ganz im Zeichen von Hawaii und Maui. Die Titel beim IRONMAN Hawaii gehen an Craig Alexander und Chrissie Wellington. Für den einzigen Österreichischen Profi Michi Weiss läuft es nicht nach Plan und er muss den Wettkampf vorzeitig aufgeben. In ihren Altersklassen gibt es jeweils Podestplätze für Mario Fink und Michaela Rudolf.

Michi Weiss sorgt mit seinem Sieg bei den Xterra Weltmeisterschaften auf Maui für Aufsehen. In Österreich hochgejubelt schlägt die internationale Profi Athleten Stimmung schnell um und entlädt sich in diversen Twitter Meldungen von unter anderem Jan Frodeno.

Der ÖTRV suspendiert Tanja Stroschneider nach verbandsschädigenden Aussagen für 3 Monate und somit auch für die U23 Europameisterschaften, bei denen Österreich nicht vertreten ist.

Eva Dollinger – ein Garant für Erfolge auf der Olympischen und Langdistanz kündigt nach 17 Jahren Leistungssport das Ende ihrer Karriere an. Sie wird sich zukünftig im Trainingsbereich engagieren.
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Erneut sorgt Michi Weiss im November  für Aufsehen. Der IRONMAN Arizona sollte der letzte für die kommenden 2 Jahre werden. Weiss erreichte Platz 8, ehe er von der NADA aufgrund seiner Dopingvergangenheit im Mountainbikesport für 2 Jahre gesperrt wird. Weiss verzichtet auf einen Gang vor den internationalen Sportgerichtshof und akzeptiert die Sperre.

Zum Saisonende kommt Lukas Hollaus beim Europacup Bewerb in Alanya auf Rang 6.

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