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Triathlon Szene Österreich

Jorgensen siegt in einem spannenden Weltmeisterschaftsfinale

Das Tempo war enorm beim Grand Final der ITU World Triathlon Serie in Chicago. Aufgrund des Wetters wurde der Start des Damenbewerbs vorverlegt. Doch die Athleten scheinten noch schneller wieder zurück in ihre Zimmer zu wollen.

Sara Vilic kam auf Rang 36 mit über 50 Sekunden Rückstand aus dem Wasser. Lisa Perterer ging gemeinsam mit Vilic auf die Radstrecke. Beide fanden sich in der ersten Verfolgergruppe wieder. In der Spitzengruppe alle Favoritinnen rund um Gwen Jorgensen, Emma Moffatt, Vicky Holland, Sarah True und Katie Zaferes. In den ersten fünf von acht Runden blieb das Tempo der Spitzengruppe konstant hoch. Die besten 29 Damen fuhren einen Schnitt von 41 km/h im Schnitt auf den ersten fünf Runden. Die Verfolgergruppe rund um die beiden Österreicherinnen konnten den Rückstand in jeder Runde um ein paar Sekunden verkleinern. Nach etwas mehr wie der Hälfte der Radstrecke betrug der Rückstand nur mehr 48 Sekunden und blieb bis in die zweite Wechselzone konstant. In der Verfolgergruppe waren es vor allem Ashleigh Gentle (AUS), die Deutsche Hanna Philippin und die Chilenin Barbara Riveros die auf das Tempo drückten.

Die führenden vier Damen im World Triathlon Serie Bewerb kamen gemeinsam in die zweite Wechselzone – alles war für den großen Showdown auf den abschliessenden 10 Kilometern angerichtet. Für die beiden Österreicherinnen ging es mit einem Rückstand von 50 Sekunden auf die Laufstrecke. Non Stanford, Vicky Holland und Gwen Jorgensen bestimmten von den ersten Metern an das Tempo. Schnell war hinter den drei Ladies ein größerer Abstand. Etwa 10 bis 15 Meter hinter den drei Führenden die ersten Verfolger mit Sarah Graoff, Jodie Stimpson und Andrea Hewitt.

Für Jorgensen reicht ein Platz unter den ersten vier Damen, um sich erneut zur Weltmeisterin küren zu können.

Nach etwa 3 Kilometern zog Jorgensen das Tempo an. Lisa Perterer kämpfte nach der ersten Runde mit rund 1:24 Minuten Rückstand um Rang 32. Sara Vilic verlor weitere 40 Sekunden auf Perterer und kämpfte auf Rang 42. Neben Jorgensen war es auch Non Standford die das Tempo hoch hielt. Nur Vicky Holland konnte mit dem Duo Schritt halten und kämpfte um den Anschluss. Der Abstand zu den Verfolgerinnen wurde immer größer. Kein Wunder – die Geschwindigkeit des Spitzentrios lag bei etwa 19,5 km/h. Auf der zeiten Laufrunde setzte leichter Regen ein und kühlte die Athletinnen, die zuvor an jeder Labe nach Wasser griffen.

Nach 5 Kilometern hatte Andrea Hewitt auf Rang 4 bereits 24 Sekunden Rückstand. Mit einem Top 3 Finish könnte sich Hewitt vorzeitig die Qualifikation für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr in Rio sichern. Kommt Hewitt auf Rang 4 ins Ziel und Katie Zaferes nicht unter die besten 16 Athleten, dann kann Hewitt auch noch auf das Weltmeisterschaftspodium vorstossen. Das Führungstrio lief immer noch gemeinsam. Die Spannung stieg – wer werde als erste Damen eine Attacke setzen?

Lisa Perterer kämpfte sich zwischenzeitlich nach fünf Kilometern auf Rang 27 nach vorne. Sara Vilic hatte hart zu kämpfen und verlor weiter an Boden.

Zum Auftakt der letzten Runde setzte Gwen Jorgensen zum Angriff an. In einer Kurve überholte sie Stanford und setzte sich etwas ab. Vicky Holland verlor den Anschluss. Aber auch ein Podium sind für Holland und Stanford ein Sieg. Beide qualifizieren sich damit für das Olympische Team der Briten und können ihre Tickets nach Rio lösen.

Perterer setzte unvermittelt ihre Aufholjagd fort und konnte vor der letzten Runde erneut 4 Athletinnen überholen und ging auf Rang 23 in die letzte Runde. Sara Vilic kämpfte mit Anne Haug aus Deutschland um Rang 40.

Die Attacke konnte keine der beiden Damen kontern. Gwen Jorgensen feierte ihren nächsten Sieg und nach Non Stanford auf den letzten 2,5 Kilometern noch über 20 Sekunden ab. Rang 3 ging an Vicky Holland. Mit Andrea Hewitt auf Rang 4 und Katie Zaferes auf Rang 24 holte sich Hewitt noch Rang 3 im Weltmeisterschaftsranking.

Lisa Perterer holte mit Rang 25 wertvolle Punkte für das Olympia Ranking und Sara Vilic kam mit fünf Minuten Rückstand auf Rang 38 ins Ziel

 

 

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Stefan Leitner

Stefan Leitner hat sich sein Leben lang dem Sport verschrieben - in aktiver wie in passiver Funktion. Als aktiver Age Group Triathlet konnte er sich mehrmals für den IRONMAN Hawaii qualifizieren und internationale Medaillen in seiner Altersklasse gewinnen. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Sport und Event Agentur Leitner.

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