Die Sportstadt Kitzbühel machte den Auftakt für zwei Wochenenden hochkarätigen internationalen Triathlonsport in Österreich. Während in der Gamsstadt nur die Elite ihr Können zeigte, wird nächste Woche in Wels neben der Elite auch ein Junioren-Europacup ausgetragen.
Fünf Österreicher qualifizierten sich gestern in den Halbfinalläufen für das heutige Finale. Während bei den Herren Niklas Keller gestern mit einem tollen Rennen den Einzug souverän schaffte, rutschte Jan Bader als „Lucky Loser“ gerade noch auf die Startliste der besten 30. Als Neunter stieg er heute aus dem Kitzbühler Schwarzsee und mit einem schnellen Wechsel ging es in einer 12-köpfigen Führungsgruppe aufs Rad. Dort konnte die Verfolgergruppe mit dem zweiten Österreicher, Niklas Keller, auf Distanz gehalten werden. Auf den abschließenden drei Laufkilometern zeigte der Olympia-Zweite von Tokio, der Brite Alex Yee, warum er auch in Paris zu den Medaillenanwärtern zählt. Mit Laufbestzeit holte er sich den Sieg und trägt sich damit, wie auch schon damals Triathlonsuperstar Alistair Brownlee, in die Siegesliste am Kitzbühler Schwarzsee ein. Jan Bader lief als toller Zehnter über die Ziellinie.
„Es war ein lässiges Rennen und ich konnte von gestern einiges mitnehmen. Ich bin ruhiger angeschwommen und hatte einen ersten guten Wechsel. Mit den beiden Olympiastartern Yee und Abdelmoula am Rad war eine tolle Erfahrung. Im Laufen hat es mir auf dieser kurzen Distanz etwas gefehlt. Der 10. Platz in diesem starken Feld ist aber eine tolle Bestätigung fürs Selbstvertrauen und ich freue mich auf Wels, wo es über die Sprintdistanz gehen wird“, so Bader zufrieden im Ziel.
Supersprintdistanz (500m Schwimmen, 11,2km Radfahren, 3km Laufen)
1. Alex Yee (GBR), 31:55min
2. Euan De Nigro (ITA), 32:06min
3. Brayden Mercer (AUS), 32:15min
10. Jan Bader (LTC Seewinkel, B), 32:30min
24. Niklas Keller (RATS Amstetten SU, NÖ), 33:02min
Die bekannt starke Schwimmerin Tabea Huys stieg als Sechste aus dem Wasser und schaffte wie auch Sara Vilic den Sprung in die Führungsgruppe am Rad. Dahinter in einer kleineren Gruppe Carina Reicht. Mit der Entscheidung hatten die Österreicherinnen heute leider aber nichts zu tun. Reicht startete von hinten eine Aufholjagd und finishte mit der schnellsten Laufzeit vor Huys als 16. Vilic konnte an ihre gute Leistung von gestern heute leider nicht anschließen. Die Siegerin heißt wie auch im letzten Jahr Tanja Neubert (GER).
„Ich bin ganz zufrieden. Es war definitiv besser als gestern. Es ist schon cool, wenn du Schritt für Schritt aufholen kannst. Das ist schon motivierend“, so Reicht, die wie Bader auch kommende Woche in Wels am Start stehen wird, bevor es danach zu ihrem Weltcupdebüt nach Tiszaujvarous (HUN) geht.
Supersprintdistanz (500m Schwimmen, 11,2km Radfahren, 3km Laufen)
1. Tanja Neubert (GER), 35:23min
2. Beti Rebecca (SUI), 35:33min
3. Anabel Knoll (GER), 35:34min