Eigentlich sollte die Anmeldung für den 15. Vulkanlandtriathlon bereits geöffnet sein. Allerdings plagen auch den HSV-Feldbach die behördlichen Vorgaben einer Totalsperre der Radstrecke. Vor allem in der Steiermark werden wunderschöne Triathlon-Strecken und Rundkurse zunehmend durch die behördliche Auflage einer Totalsperre eintöniger. Zahlreiche Veranstaltungen sind daher bereits aus dem Terminkalender gefallen.

Auf der Homepage informiert der Veranstalter wie folgt:

Liebe Triathlonfreunde!
Die Welle der Verordnung zur Totalsperre bei allen Radrennen hat auch den Vulkanlandtriathlon mit voller Wucht erwischt.
Nach 17 Jahren ohne besondere Vorkommnissen müssen auch wir uns von unserer Panoramastrecke (B66) verabschieden.
Da eine Komplettsperrung der B66 und allen Nebenstraßen für unseren Verein nicht durchführbar ist, sind wir auf alternative Lösungen bemüht.
Mit einer optionalen Ausweichstrecke wird derzeit geplant, und versucht diese umzusetzen.

Daher bedauern wir, die Anmeldung zum 15. Vulkanlandtriathlon auf den 1. Dezember 2026 verschieben zu müssen!
Wir halten euch hier auf dem laufenden....

wir bitten um Verständnis...

der HSV-Feldbach

Meinung:

Jeder Veranstalter würde aus Sicherheitsgründen eine Totalsperre der Strecke bevorzugen. In der Praxis ist dies jedoch aufgrund des oftmals fehlenden politischen Rückhalts und mangelnden Verständnisses seitens der Anrainer nicht immer umsetzbar.

Anders als im Radsport, wo sich das Teilnehmerfeld meist kompakter bewegt und Verkehrsanhaltungen häufig nur von kurzer Dauer sind, stellt der Triathlon besondere Anforderungen an die Verkehrsorganisation. Aufgrund des weit auseinandergezogenen Teilnehmerfeldes können Straßensperren über einen Zeitraum von mehr als zwei Stunden erforderlich sein. Eine solche Einschränkung lässt sich nicht bei jeder Veranstaltung durchgehend umsetzen.

Daher sind auch die Athletinnen und Athleten gefordert, im Interesse der Sicherheit und des gesamten Rennens gelegentlich die eigene Bestzeit hintanzustellen und gegebenenfalls einige Sekunden Zeitverlust in Kauf zu nehmen. Es muss klar sein, dass der Kampf um die persönliche Bestleistung niemals auf Kosten der Sicherheit oder des Fortbestands einer Veranstaltung gehen darf. Über eine gesamte Saison betrachtet gleichen sich solche kleinen Zeitverluste zudem häufig wieder aus.

Abschließend gilt: Auch eine Totalsperre bietet keine absolute Garantie für ein unfallfreies Rennen. Sie kann das Risiko jedoch reduzieren. Umso wichtiger ist es, dass Veranstalter, Athleten, Behörden und alle weiteren Beteiligten gemeinsam Verantwortung übernehmen und die Sicherheit stets über das sportliche Ergebnis stellen.