Starkes Ausrufezeichen zum Saisonabschluss: Leon Pauger (Pro Cycle Team Bregenz) zeigt bei seinem Ironman-Debüt in Florida eine herausragende Leistung und bleibt auf Anhieb unter der magischen 8-Stunden-Marke. Mit einer Endzeit von 7:56:58 Stunden brannte der 27-jährige Bregenzer eine der schnellsten je von einem Vorarlberger absolvierten Langdistanz-Zeiten in den Asphalt von Panama City Beach. Den Tagessieg im extrem schnellen Profifeld sicherte sich der Däne Magnus Ditlev, der mit unfassbaren 7:19:19 Stunden eine neue Weltbestzeit über die Ironman-Distanz aufstellte.

Pauger erwischte von Beginn an einen Einstand nach Maß. Nach den 3,8 Kilometern im Ocean stieg der Vorarlberger Landesmeister nach 47:55 Minuten als starker Sechster aus dem Wasser. Auf dem 180 Kilometer langen Radkurs wählte Pauger eine kontrollierte Taktik, stellte das Rad auf Rang 16 ab und bewies auf der abschließenden Laufstrecke Stehvermögen: Den ersten Marathon seines Lebens absolvierte er in bärenstarken 2:49:24 Stunden. Am Ende bedeutete dies den 14. Rang in einem hochbesetzten Feld – auf die Top-10 fehlten nach dem langen Renntag lediglich 4:40 Minuten.

"Defensive Herangehensweise war genau richtig"

Im Ziel zeigte sich Pauger überglücklich mit seiner Premiere auf der Königsdistanz:

„Ich bin sehr happy mit meiner Ironman-Premiere – vor allem, weil ich zuvor noch nie einen Marathon gelaufen bin. Beim Schwimmen verlief alles perfekt und auf dem Rad bin ich strikt mein eigenes Tempo gefahren, um genug Reserven für den Lauf zu haben. Nur bei Kilometer 25 hatte ich im Marathon kurzzeitig eine kleine Krise, aber ansonsten hat es extrem viel Spaß gemacht. Ich bin das Rennen defensiv angegangen, was sich rückblickend als genau die richtige Herangehensweise herausgestellt hat. Ich freue mich jetzt schon riesig auf den nächsten Ironman im kommenden Jahr!“

Starker Aufwärtstrend zum Saisonabschluss

Das erfolgreiche Finish in Florida bildet den gelungenen Schlusspunkt einer lehrreichen Saison 2025, in der Pauger den Umstieg von der Olympischen auf die Mitteldistanz vollzog. Neben dem Sieg beim Trumer Triathlon (Halbdistanz) und Platz drei bei den österreichischen Staatsmeisterschaften in Podersdorf ließ der zweifache Europacupsieger zuletzt auch bei der Challenge Peguera Mallorca aufhorchen, wo er das Feld lange Zeit anführte und Neunter wurde.

Neben dem Sport hat der Bregenzer mit Wahlheimat Salzburg mittlerweile ein Fernstudium in Sport- und Trainingswissenschaften begonnen und gibt sein Wissen bereits als Coach an andere Triathleten weiter. Für die Saison 2027 hat sich der Vorarlberger viel vorgenommen: Dort will er auf der Mittel- und Langdistanz voll durchstarten und erneut für Ausrufezeichen sorgen.