Sportliche Höchstleistungen, ein internationales Rekordstarterfeld und eine außergewöhnliche Atmosphäre in derParktherme Arena: Die Ultra-Triathlon-Bewerbe in Bad Radkersburg haben mit der Austragung der Triple Ultra Triathlon World Championship einen neuen Höhepunkt erreicht. Die WM-Titel über die dreifache Langdistanz gingen an Majkel Leśniewski aus Polen und Lisa Helm aus Deutschland.

Auch aus österreichischer Sicht gab es Grund zur Freude: Peter Brandenburger belegte als bester heimischer Athlet den starken achten Gesamtrang.

Triple-WM: Leśniewski triumphiert – polnischer Doppelsieg bei den Herren

Die Triple-Weltmeisterschaft verlangte den Athletinnen und Athleten einmal mehr alles ab. Nach Schwimmen, 540,6 Kilometern auf dem Rad und einem abschließenden 126-Kilometer-Lauf setzte sich bei den Herren Majkel Leśniewski durch.

Der Pole benötigte für die gesamte Triple-Distanz 36:14:04 Stunden und krönte sich damit zum neuen Weltmeister. Für einen polnischen Doppelsieg sorgte Mateusz Wiśniewski, der nach 36:55:36 Stunden das Ziel erreichte und sich Silbersicherte. Auf Rang drei folgte Olli Kopakkala aus Finnland in 37:54:59 Stunden.

Knapp dahinter belegte der Franzose Jean-Bernard Delamotte in 38:40:06 Stunden Rang vier, gefolgt von Tautvydas Grabauskas aus Litauen in 38:41:35 Stunden.

Aus heimischer Sicht zeigte vor allem Peter Brandenburger eine starke Leistung. Der Österreicher bewältigte dieTriple-Distanz in 42:04:03 Stunden und erreichte damit als bester Österreicher den achten Gesamtrang. Mit Georg Mayer auf Rang neun und Christian Lehrner auf Rang zehn schafften zwei weitere österreichische Athleten den Sprung in die Top Ten.

Lisa Helm ist Triple-Ultra-Triathlon-Weltmeisterin

Bei den Damen stand die Siegerin bereits fest: Lisa Helm aus Deutschland krönte sich nach

41:34:40 Stunden zur Triple-Ultra-Triathlon-Weltmeisterin.

Helm absolvierte die Schwimmstrecke in 3:49:43 Stunden, benötigte für die 540,6 Radkilometer 19:07:28 Stunden undbrachte anschließend auch die enorme Herausforderung

von 126 Kilometern zu Fuß erfolgreich hinter sich. Nach weiteren 18:20:10 Stunden auf der Laufstrecke durfte sie über den Weltmeistertitel jubeln.

Die Entscheidung um Silber und Bronze war zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Pressemitteilung noch offen. Die Polin Aleksandra Cul lag auf Rang zwei und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 96,6 Kilometer der Laufstreckeabsolviert. Orsolya Kosina aus Ungarn befand sich auf Rang drei und war ebenfalls noch unterwegs. Die endgültige Reihenfolge hinter Weltmeisterin Lisa Helm stand damit zu Redaktionsschluss noch nicht fest.

Double Ultra Triathlon: Ivancso und Malagni holen die Siege

Auch beim Double Ultra Triathlon wurden beeindruckende Leistungen geboten.

Bei den Herren setzte sich Béla Ivancso aus Ungarn durch. Er absolvierte die doppelte Langdistanz in 23:29:02 Stunden und holte sich damit souverän den Sieg.

Nur gut eine halbe Stunde dahinter folgte Michał Sieczka aus Polen. Mit 24:00:01 Stunden

belegte er Rang zwei.

Für einen erfreulichen österreichischen Podestplatz sorgte Jürgen Emmer. Der Österreicher finishte nach 25:25:18 Stunden und sicherte sich damit den starken dritten Platz.

Bei den Damen ging der Sieg nach Italien. Veronica Malagni meisterte den Double Ultra Triathlon in 27:20:51 Stundenund setzte sich damit vor Monika Majcher aus Polen durch, die nach 29:38:38 Stunden das Ziel erreichte.

Single Ultra Triathlon: Polnische Siege bei Damen und Herren

Auch im Single Ultra Triathlon prägten die polnischen Athletinnen und Athleten das Geschehen.

Bei den Herren feierte Sebastian Bartosik aus Polen einen klaren Sieg. Mit einer Gesamtzeit von 10:28:41 Stunden setzte er sich an die Spitze des Feldes.

Rang zwei ging an Matic Policnik aus Slowenien, der nach 11:26:44 Stunden finishte. Für einen weiteren österreichischen Podestplatz sorgte Christian Schön: Er bewältigte die Distanz in 11:57:15 Stunden und belegte Rang drei.

Auch bei den Damen durfte Polen über den Sieg jubeln. Alicja Pyszka gewann den Single Ultra Triathlon in starken 11:20:01 Stunden.

Auf Rang zwei folgte Anna Zsigo aus Ungarn in 12:52:39 Stunden, während sich die Deutsche Inga Hertel mit einer Zeit von 13:11:24 Stunden den dritten Platz sicherte.

Rekordstarterfeld und beeindruckendes Fahrerlager in der Parktherme Arena

Nicht nur die sportlichen Leistungen machten das Wochenende zu einem besonderen. Mit knapp 100 Athletinnen und Athleten konnte die Veranstaltung ein Rekordstarterfeld begrüßen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus zahlreichen Nationen verwandelten Bad Radkersburg für mehrere Tage in einen internationalen Treffpunkt der Ultra-Triathlon-Szene.

Ein besonders eindrucksvolles Bild bot dabei das Fahrerlager in der Parktherme Arena Bad Radkersburg. Betreuerteams, Familien, Freunde und Fans begleiteten die Athletinnen und Athleten über viele Stunden – im Fall desTriple-Bewerbs über mehrere Tage und Nächte hinweg.

Gerade im Ultra-Triathlon ist das Team hinter den Sportlerinnen und Sportlern ein wesentlicher Teil des Erfolgs. Verpflegung, Betreuung, Motivation und Organisation greifen über viele Stunden ineinander. Entsprechend entwickeltesich die Parktherme Arena zu einem pulsierenden Zentrum der Veranstaltung.

Während auf der Strecke um Weltmeistertitel, Podestplätze und persönliche Ziele gekämpft wurde, prägten im Fahrerlager gegenseitiger Respekt, Hilfsbereitschaft und die besondere Gemeinschaft der internationalen Ultra-Triathlon-Familie das Bild.

„Der Höhepunkt unserer Veranstalterlaufbahn“

Entsprechend emotional fiel nach diesen intensiven Tagen auch das Fazit von OK-Chef Andreas Wünscher aus:

„Was wir an diesem Wochenende erleben durften, war der Höhepunkt unserer Veranstalterlaufbahn. Was vor sechs Jahren aus einer aus der Not heraus geborenen verrückten Idee begann, fand in diesem Jahr mit der Austragung der Weltmeisterschaften einen vorläufigen Höhepunkt. Die Entwicklung dieses Events erfüllt uns mit großem Stolz. Das durchwegs positive Feedback der Athleten gebe ich demütig weiter an mein gesamtes Team, unsere Sponsoren und Unterstützer.“

Damit ging in Bad Radkersburg ein außergewöhnliches Ultra-Triathlon-Wochenende zu Ende. Knapp 100 Starterinnen und Starter, ein beeindruckendes internationales Fahrerlager in der Parktherme Arena, neue Weltmeister, starke österreichische Leistungen und unzählige persönliche Geschichten machten die Veranstaltung zu weit mehr als einem sportlichen Wettkampf.

Bad Radkersburg wurde für ein Wochenende zum Mittelpunkt der internationalen Ultra-Triathlon-Szene – und die Triple-Weltmeisterschaft zum bisherigen Höhepunkt einer Veranstaltung, die vor sechs Jahren mit eineraußergewöhnlichen Idee ihren Anfang nahm.