Im Landeskrankenhaus St. Pölten werden aktuell zwei Starter des Langau Triathlons behandelt, die an den Folgen einer Leptospirose Infektion leiden.
In etwa 90 % der Fälle verläuft die Leptospirose ähnlich wie eine Grippe. Den klassischen Verlauf findet man vor allem beim Morbus Weil, aber auch andere Leptospiren können einen schweren Verlauf nehmen. Im Blut des Wirtes vermehren sich die Leptospiren ein bis zwei Wochen, gelegentlich auch bis zu 26 Tage, bevor sich Symptome entwickeln. Diese bestehen aus Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. Eine Bindehautentzündung sowie Waden- und Schienbeinschmerzen werden häufig beobachtet. Dieses Stadium dauert etwa 3–7 Tage. Daraufhin folgt eine kurze Phase von 2–3 Tagen, in der es dem Patienten etwas besser geht.
Es schließt sich eine zweite, fieberhafte Krankheitsphase an, die bis zu 30 Tagen dauert. Dieser Zeitraum, ist am ehesten Ausdruck einer Immunreaktion mit zirkulierenden Immunkomplexen, ausgelöst durch die Endothelschädigung. Bei der schweren Verlaufsform, dem Morbus Weil, kann es in dieser Zeit zu Schädigungen der Leber kommen. Beim Canicolafieber, welches mittelschwer verläuft, steht eine Meningitis im Vordergrund, ebenso beim eher gutartig verlaufenden Feldfieber.
Schwerste Verlaufsformen können mit Leber- und Nierenversagen einhergehen und bis zum Tod führen kann.
Die Bindehautentzündung kann bis zu 4 Wochen andauern.
Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde, Mäuse) in die Umwelt. Durch kleine Hautverletzungen oder über die Schleimhaut kann der Mensch sich mit dem Erreger anstecken. Ebenfalls wird diese Krankheit durch verschmutztes Wasser übertragen.
Während bei einem Athleten die Auswirkungen der Nierenprobleme auf die Zukunft noch nicht abgeschätzt werden können, konnte beim zweiten Patienten rechtzeitig mit einer Behandlung begonnen werden und gesundheitliche Einschränkungen ausgeschlossen werden.
Wir empfehlen allen Langau Startern mit ähnlichen Symptomen ihren Hausarzt zu kontaktieren. Den beiden Patienten wünschen wir baldige Besserung und Alles Gute.
update I 15. Juli 2010:
Mittlerweile wurde ein dritter Infektionsfall bekannt. Der Patient wird im Krankenhaus Tulln behandelt. Auch ihm gute und rasche Besserung.
update II 30. Juli 2010:
Nachdem am vergangenen Montag die Wetterbedingungen ähnlich jenen am Wettkampftag (Starkregen die Tage zuvor) waren, wurde erneut die Wasserqualität im Bergwerksee in Langau getestet. Alle Proben sollen dabei negativ gewesen sein.
Es wird dennoch davon ausgegangen, dass sich die drei Athleten, von deinen einer noch immer in stationärer Behandlung im Krankenhaus ist, im Rahmen des Triathlons angesteckt haben. Bei jenem Athleten, der noch in Behandlung ist wurde die Leptospiren Infektion noch nicht offiziell bestätigt. Die Abteilungen "Gesundheit" und "Umwelthygiene" des Landes Niederösterreich untersuchen gemeinsam das Keimreservoir in der näheren Umgebung.
Eine Leptospirose ist eine Infektionskrankheit die durch bestimmte Krankheitserreger der Gattung Leptospira (aus der Ordnung der Spirochäten) verursacht wird.
Es handelt sich dabei um eine meldepflichtige Zoonose, deren natürliche Wirte vor allem Ratten und Mäuse, im Falle der Schweinehüterkrankheit auch Schweine und Rinder sind. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Kontakt mit Urin, Blut oder Gewebe infizierter Tiere bzw. verunreinigtem Wasser.
Autor: les
|
(Ferdinand) schrieb am 27.08.2010 um 12:00:44
Hallo Leiti,
danke für die Info
lg Ferdinand
|
|
(Ausdauerkuenstler69) schrieb am 25.08.2010 um 09:38:3
alles gute ferdi!
|
|
(Leiti) schrieb am 24.08.2010 um 14:45:19
Hallo,
ich hoffe, dir geht es mittlerweile schon wieder so weit gut, dass du der Blick nach vorne gerichtet werden kann.
Ich habe deine Telefonnummer bearbeitet, damit du keine unerwünschten Anrufe bekommst und werde sie an die beiden anderen Fälle weiterleiten!
Gute Besserung!
|
|
(Ferdinand) schrieb am 23.08.2010 um 23:35:41
Hy, mein Name ist Ferdinand, ich bin der 3. Patient der diese netten Bakterien aus Langau mitgenommen hat und in Tulln stationär behandelt wurde. Nachdem ich heurer top drauf war, konnte ich nachdem Krankenhausaufenthalt den iron man in Regensburg sausen lassen ! Ich würde mich gerne mit den 2 anderen Kollegen in Verbindung setzen. Also wenn jemand die Tel. Nr. oder EMAIL bei der Hand hat bitte --> meine Nr. +49 172 8478XXX oder poe@electrovac.com danke bis dann und aufgegeben wird sicher ned
Leiti2010-08-24 14:44:02
|
|
(lufie) schrieb am 16.07.2010 um 13:19:42
wir haben jetzt alle schon ein mail vom veranstalter bekommen. aber steht auch nix näheres drinnen - ich hoffe, dass das wasser untersucht wird - ist ja immerhin ein badesee!
obs wirklich von dort ist, kann man erst dann sagen (die wahrscheinlichkeit ist groß, aber kein beweis - die drei könnten ja zufällig auch bei einem anderen bewerb gestartet sein - der sache gehört auf jeden fall nachgegangen...).
|
|
(Mitch) schrieb am 16.07.2010 um 09:58:31
Wünsche meinem Freund Martin Lang gute Besserung weiterhin; der Arme ist Einer davon und hat in der Nacht vorm IRONMAN 40° Fieber bekommen und konnte nach akkribischer Vorbereitung nicht teilnehmen. Ich hoffe beim nächsten Mal bist wieder so gut drauf und die 10h Schallmauer fällt dann zeitversetzt  .
|
|
(suebberl) schrieb am 16.07.2010 um 09:14:24
na servas :(
|
|
(Webmaster) schrieb am 16.07.2010 um 09:14:23
Zwei Starter des Langau Triathlons wurden kürzlich im LKH St. Pölten an den Folgen einer Leptospirose Infektion behandelt. Link auf den Artikel: update: Hinweis für Starter des Langau Triathlons: Leptospirosegefahr
|