News vom 08.03.2010
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[0] Die eiserne Frau im Wandel der Zeit
Als der IRONMAN Austria 1999 zum ersten Mal ausgetragen wurde, wagten sich gerade 56 Damen an die Startlinie. Heute sind es im Schnitt 300 Teilnehmerinnen, die sich in das Rennen über 226 km begeben.
Historisch gesehen war der Sport lange eine Männerdomäne. In der Antike war es Frauen untersagt, an Sport in irgendeiner Form teilzunehmen - selbst das Zusehen war nicht gestattet. Mit dem Wandel der Stellung der Frau in der Gesellschaft wurde auch der Sport langsam aber sicher ein zugänglicher Bereich. Im letzten Jahrhundert wurden noch massive Meilensteine gesetzt, als zum Beispiel die Amerikanerin Katherine Switzer 1967 als erste Frau an einem Marathon (Boston Marathon/US) teilgenommen hat, und der Rennleiter gewaltsam versucht hatte, sie aus dem Lauf zu werfen. Binnen eines Jahrzehnts entstand daraufhin eine neue Akzeptanz für den Frauensport. Als der IRONMAN 1978 zum ersten Mal ausgetragen wurde, musste das Rennen noch ohne weibliche Teilnehmer auskommen, ein Jahr später wurde die Amerikanerin Lyn Lemaire dann erste IRONWOMAN aller Zeiten.
Der IRONMAN Austria in seinem zwölften Bestandsjahr zieht rund 2.300 Athleten aus aller Welt nach Kärnten, der Anteil der Damenwelt ist nach wie vor ein Geringer. Im Schnitt sind es 12% des gesamten Starterfeldes, der von „IRONWOMEN“ belegt wird.
Rückblickend kann man jedoch eine steigende Tendenz beobachten. Der erste IRONMAN Austria 1999 verzeichnete 56 Athletinnen, mit der gesamten Starterzahl stieg auch der Damenanteil. Mittlerweile sind es jährlich rund 300 Frauen, die die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen auf sie nehmen. Ein Drittel davon ist aus Österreich. Das weibliche Profi-Feld für die diesjährige Ausgabe wird im Augenblick von der Vorjahressiegerin Bella Bayliss aus Großbritannien dominiert. Das Kärntner Aushängeschild Marlies Penker wird bereits zum 11. Mal an den Start den IRONMAN Austria gehen. 2008 erreichte die 36-Jährige als Vierte die beste österreichische Platzierung in 9:18:49.
Aufgrund der physiologischen Differenz, wird es Frauen nie möglich sein, die gleichen Leistungen zu erbringen, wie Männer. Im Ausdauersport sind Männer im Schnitt um rund 10% besser als ihre weiblichen Mitstreiterinnen. Bei IRONMAN-Rennen wird der erste Mann somit eine Stunde vor der ersten Dame im Ziel erwartet. Die Weltbestzeit der Herren liegt bei 7:50:27, die aktuelle Bestzeit eines offiziellen IRONMANs bei den Damen hält die Deutsche Sandra Wallenhorst mit 8:47:26 (aufgestellt beim Kärnten IRONMAN Austria 2008, Anm.).
Den Vorteil, den weibliche Athleten aber durchaus für sich beanspruchen können, ist die höhere Menge an Körperfett (rund 10% mehr), die bei Männern nicht gegeben ist. Bei einer Ausdauerbelastung des Körpers, wie beim IRONMAN, ist es ein wichtiger Faktor auf diese Speicher zurückgreifen zu können, um die lange Beanspruchung zu schaffen. Energie- und Flüssigkeitskontrolle können somit vom Körper besser verwaltet werden. Je länger die Ausdauerbelastung anhält, umso geringer wird der Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Leistung.
Beim Kärnten IRONMAN Austria am 4. Juli 2010 werden rund 300 Athletinnen am Start stehen. Die jüngste Teilnehmerin ist die Kärntnerin Katja Fleischhacker mit 22 Jahren. Älteste Athletin aus internationaler Sicht ist die 59-jährige Karen O’Riordan aus Georgia/USA. Die älteste Österreicherin ist die Klagenfurterin Uschi Visconti, die mit ihren 57 Jahren bereits mehrfache IRONMAN Austria-Starterin ist.
Andrea Zweibrot, ebenfalls aus Klagenfurt stammend, wird die 226 km unter zusätzlich erschwerten Bedingungen absolvieren. Die 37-jährige Athletin ist sehbehindert.
Dass die eisernen Damen einer Mehrfachbelastung ausgesetzt sind, wird oft nicht wahrgenommen. Neben Familie, Haushalt und Beruf wird noch das Training untergebracht, das sich häufig auf 10 - 12 Stunden pro Woche beläuft. Diejenigen, die diese Herausforderung auf sich nehmen, haben ihren ganz persönlichen IRONMAN ohnehin schon geschafft, wenn das eigentliche Rennen erst beginnt.
Kärntner Damen am Start des IRONMAN Austria:
Katja Fleischhacker, Dagmar Fritzl, Brigitte Grünanger, Christine Helwig, Elke Hinterberger, Birgit Hochegger, Verena Horn, Martina Lintner, Bianca Loacker, Manuela Lorenz, Nicole Metz, Constance Mochar, Marlies Penker, Barbara Pliessing, Claudia Ronacher, Bianca Schuster, Sandra Stattmann, Maria Stockreiter, Christine-Maria Stromberger, Uschi Visconti, Elisabeth Wallner, Andrea Zweibrot.
Der IRONMAN Austria in seinem zwölften Bestandsjahr zieht rund 2.300 Athleten aus aller Welt nach Kärnten, der Anteil der Damenwelt ist nach wie vor ein Geringer. Im Schnitt sind es 12% des gesamten Starterfeldes, der von „IRONWOMEN“ belegt wird.
Rückblickend kann man jedoch eine steigende Tendenz beobachten. Der erste IRONMAN Austria 1999 verzeichnete 56 Athletinnen, mit der gesamten Starterzahl stieg auch der Damenanteil. Mittlerweile sind es jährlich rund 300 Frauen, die die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen auf sie nehmen. Ein Drittel davon ist aus Österreich. Das weibliche Profi-Feld für die diesjährige Ausgabe wird im Augenblick von der Vorjahressiegerin Bella Bayliss aus Großbritannien dominiert. Das Kärntner Aushängeschild Marlies Penker wird bereits zum 11. Mal an den Start den IRONMAN Austria gehen. 2008 erreichte die 36-Jährige als Vierte die beste österreichische Platzierung in 9:18:49.
Aufgrund der physiologischen Differenz, wird es Frauen nie möglich sein, die gleichen Leistungen zu erbringen, wie Männer. Im Ausdauersport sind Männer im Schnitt um rund 10% besser als ihre weiblichen Mitstreiterinnen. Bei IRONMAN-Rennen wird der erste Mann somit eine Stunde vor der ersten Dame im Ziel erwartet. Die Weltbestzeit der Herren liegt bei 7:50:27, die aktuelle Bestzeit eines offiziellen IRONMANs bei den Damen hält die Deutsche Sandra Wallenhorst mit 8:47:26 (aufgestellt beim Kärnten IRONMAN Austria 2008, Anm.).
Den Vorteil, den weibliche Athleten aber durchaus für sich beanspruchen können, ist die höhere Menge an Körperfett (rund 10% mehr), die bei Männern nicht gegeben ist. Bei einer Ausdauerbelastung des Körpers, wie beim IRONMAN, ist es ein wichtiger Faktor auf diese Speicher zurückgreifen zu können, um die lange Beanspruchung zu schaffen. Energie- und Flüssigkeitskontrolle können somit vom Körper besser verwaltet werden. Je länger die Ausdauerbelastung anhält, umso geringer wird der Unterschied zwischen männlicher und weiblicher Leistung.
Beim Kärnten IRONMAN Austria am 4. Juli 2010 werden rund 300 Athletinnen am Start stehen. Die jüngste Teilnehmerin ist die Kärntnerin Katja Fleischhacker mit 22 Jahren. Älteste Athletin aus internationaler Sicht ist die 59-jährige Karen O’Riordan aus Georgia/USA. Die älteste Österreicherin ist die Klagenfurterin Uschi Visconti, die mit ihren 57 Jahren bereits mehrfache IRONMAN Austria-Starterin ist.
Andrea Zweibrot, ebenfalls aus Klagenfurt stammend, wird die 226 km unter zusätzlich erschwerten Bedingungen absolvieren. Die 37-jährige Athletin ist sehbehindert.
Dass die eisernen Damen einer Mehrfachbelastung ausgesetzt sind, wird oft nicht wahrgenommen. Neben Familie, Haushalt und Beruf wird noch das Training untergebracht, das sich häufig auf 10 - 12 Stunden pro Woche beläuft. Diejenigen, die diese Herausforderung auf sich nehmen, haben ihren ganz persönlichen IRONMAN ohnehin schon geschafft, wenn das eigentliche Rennen erst beginnt.
Kärntner Damen am Start des IRONMAN Austria:
Katja Fleischhacker, Dagmar Fritzl, Brigitte Grünanger, Christine Helwig, Elke Hinterberger, Birgit Hochegger, Verena Horn, Martina Lintner, Bianca Loacker, Manuela Lorenz, Nicole Metz, Constance Mochar, Marlies Penker, Barbara Pliessing, Claudia Ronacher, Bianca Schuster, Sandra Stattmann, Maria Stockreiter, Christine-Maria Stromberger, Uschi Visconti, Elisabeth Wallner, Andrea Zweibrot.
Autor: les
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