Interviews vom 01.03.2010
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[0] Max Renko: "posing - porn - triathlon"
"posing - porn - triathlon" - unter diesen Worten ist in Österreich der junge Max Renko bekannt und drückt damit seine Leidenschaft für den Triathlonsport aus.
Weiter geht es in unserer Serie mit dem Neo Profi Max Renko. 2010 wird der Klosterneuburger in seine erste Profi Triathlonsaison starten. Der Fokus liegt klar auf der Langdistanz.
Trinews.at: Durch die neue WTC Pro Lizenz ist nunmal der Schnitt zwischen Pro und Age Grouper definiert worden. Siehst du diesen Schnitt als gelungen oder gibt es deiner Meinung nach auch jetzt noch zu viele Pro Athleten die als Age Grouper starten?
Max Renko: Es gibt zu viele Age-Grouper, die als Pro-Athleten starten! Die meisten leben doch für den Sport, nicht VOM Sport. Mich eingeschlossen. Das hat mit echtem Profitum wenig zu tun. Die WTC-Lizenz ist meiner Meinung nach ein Schuss in den Ofen. Erstens einmal ist das von oben herab entschieden worden, ohne die Fahrer einzubinden. Leider mangelt es an einer schlagkräftigen Pro-Athleten-Vertretung oder –Gewerkschaft, die unsere Interessen vertritt. Man begründet die Kosten von USD 750,- p.a. mit einem verstärktem Anti-Doping-Kampf – ich bin gespannt, wie viel davon wirklich wahr wird – und mit gratis Starts bei allen WTC-Bewerben. Als ob ich deswegen jetzt plötzlich 8 Ironman-Rennen im Jahr machen könnte! Zumal man bisher als Pro fast immer gratis starten konnte. De facto werden die meisten Profis jetzt für einen einzigen Start 750 Dollar zahlen müssen. Gleichzeitig ist das Preisgeld im Vergleich zum dafür betriebenen Aufwand weiterhin mickrig. Außerdem bekommt man nichts, wenn man mehr als 10% Rückstand auf den Sieger hat. Viel Glück an alle Damen, die gegen Chrissie Wellington antreten müssen!
Um einen Kona-Slot zu erhalten, darf man überhaupt nicht mehr als 4% hinter dem Sieger sein. Man will damit ein hochkarätiges Startfeld auf Hawaii haben – aber was kann es besseres geben als möglichst viele Profi-Athleten bei einer WM zu haben? Virginia Berasategui hatte in Kona als Dritte bereits mehr als 4% Rückstand auf Chrissie. Das stimmt doch irgendwas nicht!?
Trinews.at: In Zeiten von "Wirtschaftskrise" und "Jobabbau", wie leicht oder schwer ist es da, Sponsoren zu finden?
Max Renko: Als Ironman-Pro bist du 50% Athlet und 50% Unternehmer, der sich selbst vermarktet und anbietet. Letzten Endes wird sich ein gutes Produkt auch in schweren Zeiten immer verkaufen. Ich habe jedenfalls mit Merit mitten im Krisenjahr einen tollen neuen Hauptsponsor gefunden.
Trinews.at: Nach deinem Age Group Titel auf Hawaii hattest du dir Urlaub verdient. Wie hast du den verbracht?
Max Renko: Ich war mit meiner Freundin auf Maui. Die Zeit vor Hawaii war für uns nicht leicht, da war’s schön wieder mehr miteinander unternehmen zu können.
Trinews.at: Wie schaltest du in der Off-Season ab, und wann merkst du, dass du wieder bereit für das Training für die anstehende Saison bist?
Max Renko: In der Off-Season treffe ich Freunde, formatiere hin und wieder die Festplatte und genieße einfach mal mehr Zeit für all die Dinge zu haben, die man sonst übers Jahr so sträflich vernachlässigt. Das Training selbst geht eigentlich recht schnell wieder los. Bis Jänner fahre ich zum Spaß ein paar Cross-Rennen, danach beginnt der Kampf gegen die Kekse.
Trinews.at: Welche Alternativsportarten betreibst du im Winter?
Max Renko: Wenn ich in Tirol bin, gehe ich snowboarden oder langlaufen. Aber Triathlon ist eigentlich eh schon abwechslungsreich genug, da reicht gelegentliches Krügerl-Stemmen.
Deine letzte aussergewöhnliche Mahlzeit, die dir in Erinnerung blieb war ...
Das Big Tasty Menü beim McDoof. Hinter mir in der Schlange stand eine Mutter mit Kind: „Mamaaa? Kann ich ein Eis??“ – „Ja, ok. Aber davor musst du was essen!“ – „Hm, ok…. dann nehm ich das Heppimiehl mit Chicken Nuggets und Pommes Frittes. Und danach das Eis, okeeee?“
Deine Lieblingsseite im Internet ist ...
You… äh… Tube. Und latürnich meine eigene (http://eoair.at/rocco).
Dein persönliches Lieblingsstyle-Accessoire ist ...
Eine Oakley-Brille. Ich habe da einen ziemlichen Fetisch und eine schon recht große Sammlung.
Das letzte, was du dir gekauft hast und das dir am Herzen liegt ist ...
Eine ‘97er Suzuki GSX-R.
Ein Ding, mit dem du dich nie anfreunden kannst ist ...
Crocs. Wer sowas trägt, frisst auch kleine Kinder.
Dein Lieblingsplatz ist ...
An der Seite meiner Süßen.
Ein unvergesslicher Ort, an den du letztes Jahr gereist bist ...
Der Little Beach auf Maui. Wie sich ziemlich schnell herausstellte, war das DER Nudistenstrand auf Maui. Weit weniger sexy als das klingen mag. Ledrige, alte, nackte Säcke mit ledrigen, alten, nackten Säcken, die wellenreiten. Danke, brauche ich nicht mehr!
Dein letztes Lied, dass du im Internet heruntergeladen hast war ...
„Ich tu dir weh“ von Rammstein – auf der zensierten deutschen Ausgabe war das leider nicht drauf.
Das Buch neben deinem Bett ...
„Buchhaltung und Bilanzierung“. Wirkt sofort.
Ein Ding, dass immer bei dir ist, ist ...
Nichts. Ich vergesse alles und jeden, und das dauernd.
In meinem Kühlschrank findest du immer ...
Wein und Käse.
Das beste Geschenk, dass du je gemacht hast war ...
Das letzte, an das ich mich erinnern kann, war eine Swatch „Spymaker“ für meinen Vater. Wirklich schönes Teil.
Und das beste Geschenk, dass dir je gemacht wurde war ...
Eine türkise Oakley Frogskins. Es ist eine limitierte Neuauflage des 80er-Modells. Ich habe sie von meiner Freundin als Überraschung zu meinem Hawaii-Erfolg bekommen.
Wenn du nicht in Klosterneuburg wohnen würdest, würdest du wo wohnen?
Um das entscheiden zu können, müsste ich noch viel mehr von der Welt sehen. Eigentlich gefällt es mir aber sehr gut.
Eine Trainingseinheit, welche ich besonders mag ist ...
Jede Form von Trainingswettkampf.
Deine verrückteste Trainingseinheit war ...
Auf einem Oster-Traininglager in der Steiermark mit meinem damaligen MTB-Team hat es die ersten zwei Tage durchgehend geschneit. Nach zwei Tagen Basketball-Spielen in der Halle haben wir uns am dritten Tag einen zwei Kilometer langen Rundkurs freigeschaufelt, um gegeneinander ein XC-Rennen fahren zu können. Ich schaufelte den ganzen Tag und konnte am nächsten Tag kaum den Lenker halten.
Der Lieblingsspruch meines Trainers, wenn ich schon KO bin ist ...
„Sehr brav, so soll’s sein.“
Autor: red
Seine Erfolge im Jahr 2009:
Ironman Weltmeister (M18), 3.bester Amateur gesamt
1. Platz Ironman Lanzarote (M18)
1. Platz XTerra Vienna/Klosterneuburg
Was es mit den drei Worten, die seine Einstellung zum Triathlon wiederspiegeln, "posing - porn - triathlon" auf sich hat, kannst du hier nachlesen: "posing - porn - triathlon"
Trinews.at: Du startest 2010 in deine erste Profi Saison. Warum hast du den Schritt vom "Age Grouper" zum "Profi" gemacht?
Max Renko: Es ist der nächste logische Schritt nach dem AG-WM-Titel. Meine Beinhautprobleme habe ich endlich überwunden, ich sollte also in Zukunft verletzungsfrei Laufkilometer sammeln können. Als gesamt dritter Amateur wollte ich außerdem kein weiteres Jahr bei den Amateuren verlieren, sondern gleich mein erstes Lehrjahr bei den Pros angehen. Außerdem kommst du nur mit Profistatus an wirklich potente Sponsoren.
Max Renko: Es ist der nächste logische Schritt nach dem AG-WM-Titel. Meine Beinhautprobleme habe ich endlich überwunden, ich sollte also in Zukunft verletzungsfrei Laufkilometer sammeln können. Als gesamt dritter Amateur wollte ich außerdem kein weiteres Jahr bei den Amateuren verlieren, sondern gleich mein erstes Lehrjahr bei den Pros angehen. Außerdem kommst du nur mit Profistatus an wirklich potente Sponsoren.
Trinews.at: Durch die neue WTC Pro Lizenz ist nunmal der Schnitt zwischen Pro und Age Grouper definiert worden. Siehst du diesen Schnitt als gelungen oder gibt es deiner Meinung nach auch jetzt noch zu viele Pro Athleten die als Age Grouper starten?
Max Renko: Es gibt zu viele Age-Grouper, die als Pro-Athleten starten! Die meisten leben doch für den Sport, nicht VOM Sport. Mich eingeschlossen. Das hat mit echtem Profitum wenig zu tun. Die WTC-Lizenz ist meiner Meinung nach ein Schuss in den Ofen. Erstens einmal ist das von oben herab entschieden worden, ohne die Fahrer einzubinden. Leider mangelt es an einer schlagkräftigen Pro-Athleten-Vertretung oder –Gewerkschaft, die unsere Interessen vertritt. Man begründet die Kosten von USD 750,- p.a. mit einem verstärktem Anti-Doping-Kampf – ich bin gespannt, wie viel davon wirklich wahr wird – und mit gratis Starts bei allen WTC-Bewerben. Als ob ich deswegen jetzt plötzlich 8 Ironman-Rennen im Jahr machen könnte! Zumal man bisher als Pro fast immer gratis starten konnte. De facto werden die meisten Profis jetzt für einen einzigen Start 750 Dollar zahlen müssen. Gleichzeitig ist das Preisgeld im Vergleich zum dafür betriebenen Aufwand weiterhin mickrig. Außerdem bekommt man nichts, wenn man mehr als 10% Rückstand auf den Sieger hat. Viel Glück an alle Damen, die gegen Chrissie Wellington antreten müssen!
Um einen Kona-Slot zu erhalten, darf man überhaupt nicht mehr als 4% hinter dem Sieger sein. Man will damit ein hochkarätiges Startfeld auf Hawaii haben – aber was kann es besseres geben als möglichst viele Profi-Athleten bei einer WM zu haben? Virginia Berasategui hatte in Kona als Dritte bereits mehr als 4% Rückstand auf Chrissie. Das stimmt doch irgendwas nicht!?
Trinews.at: In Zeiten von "Wirtschaftskrise" und "Jobabbau", wie leicht oder schwer ist es da, Sponsoren zu finden?
Max Renko: Als Ironman-Pro bist du 50% Athlet und 50% Unternehmer, der sich selbst vermarktet und anbietet. Letzten Endes wird sich ein gutes Produkt auch in schweren Zeiten immer verkaufen. Ich habe jedenfalls mit Merit mitten im Krisenjahr einen tollen neuen Hauptsponsor gefunden.
Trinews.at: Nach deinem Age Group Titel auf Hawaii hattest du dir Urlaub verdient. Wie hast du den verbracht?
Max Renko: Ich war mit meiner Freundin auf Maui. Die Zeit vor Hawaii war für uns nicht leicht, da war’s schön wieder mehr miteinander unternehmen zu können.
Trinews.at: Wie schaltest du in der Off-Season ab, und wann merkst du, dass du wieder bereit für das Training für die anstehende Saison bist?
Max Renko: In der Off-Season treffe ich Freunde, formatiere hin und wieder die Festplatte und genieße einfach mal mehr Zeit für all die Dinge zu haben, die man sonst übers Jahr so sträflich vernachlässigt. Das Training selbst geht eigentlich recht schnell wieder los. Bis Jänner fahre ich zum Spaß ein paar Cross-Rennen, danach beginnt der Kampf gegen die Kekse.
Trinews.at: Welche Alternativsportarten betreibst du im Winter?
Max Renko: Wenn ich in Tirol bin, gehe ich snowboarden oder langlaufen. Aber Triathlon ist eigentlich eh schon abwechslungsreich genug, da reicht gelegentliches Krügerl-Stemmen.
Trinews.at: Vervollständige bitte folgende Sätze:
Deine letzte aussergewöhnliche Mahlzeit, die dir in Erinnerung blieb war ...
Das Big Tasty Menü beim McDoof. Hinter mir in der Schlange stand eine Mutter mit Kind: „Mamaaa? Kann ich ein Eis??“ – „Ja, ok. Aber davor musst du was essen!“ – „Hm, ok…. dann nehm ich das Heppimiehl mit Chicken Nuggets und Pommes Frittes. Und danach das Eis, okeeee?“
Deine Lieblingsseite im Internet ist ...
You… äh… Tube. Und latürnich meine eigene (http://eoair.at/rocco).
Dein persönliches Lieblingsstyle-Accessoire ist ...
Eine Oakley-Brille. Ich habe da einen ziemlichen Fetisch und eine schon recht große Sammlung.
Das letzte, was du dir gekauft hast und das dir am Herzen liegt ist ...
Eine ‘97er Suzuki GSX-R.
Ein Ding, mit dem du dich nie anfreunden kannst ist ...
Crocs. Wer sowas trägt, frisst auch kleine Kinder.
Dein Lieblingsplatz ist ...
An der Seite meiner Süßen.
Ein unvergesslicher Ort, an den du letztes Jahr gereist bist ...
Der Little Beach auf Maui. Wie sich ziemlich schnell herausstellte, war das DER Nudistenstrand auf Maui. Weit weniger sexy als das klingen mag. Ledrige, alte, nackte Säcke mit ledrigen, alten, nackten Säcken, die wellenreiten. Danke, brauche ich nicht mehr!
Dein letztes Lied, dass du im Internet heruntergeladen hast war ...
„Ich tu dir weh“ von Rammstein – auf der zensierten deutschen Ausgabe war das leider nicht drauf.
Das Buch neben deinem Bett ...
„Buchhaltung und Bilanzierung“. Wirkt sofort.
Ein Ding, dass immer bei dir ist, ist ...
Nichts. Ich vergesse alles und jeden, und das dauernd.
In meinem Kühlschrank findest du immer ...
Wein und Käse.
Das beste Geschenk, dass du je gemacht hast war ...
Das letzte, an das ich mich erinnern kann, war eine Swatch „Spymaker“ für meinen Vater. Wirklich schönes Teil.
Und das beste Geschenk, dass dir je gemacht wurde war ...
Eine türkise Oakley Frogskins. Es ist eine limitierte Neuauflage des 80er-Modells. Ich habe sie von meiner Freundin als Überraschung zu meinem Hawaii-Erfolg bekommen.
Wenn du nicht in Klosterneuburg wohnen würdest, würdest du wo wohnen?
Um das entscheiden zu können, müsste ich noch viel mehr von der Welt sehen. Eigentlich gefällt es mir aber sehr gut.
Eine Trainingseinheit, welche ich besonders mag ist ...
Jede Form von Trainingswettkampf.
Deine verrückteste Trainingseinheit war ...
Auf einem Oster-Traininglager in der Steiermark mit meinem damaligen MTB-Team hat es die ersten zwei Tage durchgehend geschneit. Nach zwei Tagen Basketball-Spielen in der Halle haben wir uns am dritten Tag einen zwei Kilometer langen Rundkurs freigeschaufelt, um gegeneinander ein XC-Rennen fahren zu können. Ich schaufelte den ganzen Tag und konnte am nächsten Tag kaum den Lenker halten.
Der Lieblingsspruch meines Trainers, wenn ich schon KO bin ist ...
„Sehr brav, so soll’s sein.“
Autor: red
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